DAX pausiert, Sportindex sprintet

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Zaghaft näherte sich der DAX® in der vergangenen Woche der 8.000 Punkte-Marke. In der zweiten Wochenhälfte hat der Sprung über die Marke schließlich geklappt. Damit war der DAX® auf Wochensicht dennoch nur Mittelmaß. Überdurchschnittlich stark zeigte sich im Beobachtungszeitraum vom 8. bis 15. März 2013 erneut der japanische Nikkei 225 Index, der thailändische SET 50 Index und der Swiss Market Index (SMI®) (Price Return). Allerdings gab es auch in der zurückliegenden Woche Verlierer. Mit deutlichen Verlusten beendeten unter anderem Aktienbarometer auf die BRIC-Länder, Brasilien, Russland, Indien und China, die Handelswoche. Ein gemischtes Bild zeigte sich auch bei knapp 350 von HypoVereinsbank onemarkets ausgewerteten Branchenindizes. Während der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index und der Solactive® Sports Performance-Index überdurchschnittlich stark zulegten, gaben chinesische Sektorindizes wie der DAXglobal® China Construction & Materials (Total Return) Index EUR im Wochenvergleich deutlich nach.

Europa: Bringen Stimmungsdaten neuen Schub?

Aus Europa kamen in der vergangenen Woche erneut schlechte Nachrichten. So ging unter anderem die Industrieproduktion zurück. Die Marktteilnehmer schien dies nicht überrascht zu haben. Vielmehr sind die Blicke auf Fundamentaldaten der laufenden Woche gerichtet. So wird eine Reihe von Zahlen zum Geschäftsklima in europäischen Ländern in dieser Woche gemeldet. Die Analysten von UniCredit rechnen damit, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird. Gut möglich, dass dies genau der Kaufimpuls ist, den die Märkte derzeit brauchen. Verteidigt der DAX® in der laufenden Woche die Unterstützung bei 7.934 Punkten, stehen die Chancen aus technischer Sicht gut, das Allzeithoch bei 8.151 Punkten einzustellen. Sollte der Index hingegen die Unterstützung unterschreiten, droht eine Korrektur bis 7.563 Punkte.
Ein Ringen zwischen Bullen und Bären zeigt sich auch beim EURO STOXX® 50 Index. So ging dem Index am Freitag bei 2.750 Punkten zunächst die Kraft aus. Ein Rücksetzer bis 2.600 Punkte scheint somit durchaus möglich. Die Bullen werden voraussichtlich erst oberhalb von 2.700 Punkten wieder die Oberhand gewinnen.
Hoch im Kurs stehen derzeit Schweizer Aktien. So zeigt der Swiss Market Index (SMI®) (Price Return) trotz eines erneut stärker werdenden Schweizer Franken relative Stärke gegenüber anderen Märkten. Die Hürde bei 7.779 Punkten ist allerdings noch nicht signifikant überschritten. Daher besteht weiterhin das Risiko einer (kurzfristigen) Korrektur bis 7.424 Punkte. Der langfristige Aufwärtstrend wäre auch in einem solchen Fall nicht gefährdet.

Schwellenländer: Bruch beim BRIC

Der Machtwechsel in China ist nun vollzogen. Euphorie hat er allerdings nicht ausgelöst. Im Gegenteil. Chinas Titel zählten im Wochenvergleich zu den Verlierern. Damit setzten Chinas Aktienbarometer wie der Hang Seng China Enterprises Index den seit Anfang Februar gebildeten Abwärtstrend fort. Schwächen zeigen derzeit allerdings auch die Aktien in den übrigen BRIC-Ländern Brasilien, Russland und Indien. Angesichts der Wachstumsperspektiven in diesen Ländern, sind diese Märkte Experten zufolge weiterhin interessant. Dennoch sollten Anleger eine Stabilisierung abwarten.

(Gold-)minen vor Comeback?

Der Goldpreis konnte sich in der vergangenen Woche weiter von den jüngsten Tiefstständen distanzieren. Für einen Turnaround ist es wohl noch etwas zu früh. Dazu muss das Edelmetall noch deutlich weiter ansteigen. Abwegig ist das allerdings nicht. Die Unsicherheit in Europa und die Spannungen zwischen Nordkorea und der westlichen Welt könnten für einen raschen Anstieg sorgen. Profiteure des jüngsten Goldpreisanstiegs waren in der vergangenen Woche vor allem kleine Goldminengesellschaften. Nach zuletzt deutlichen Verlusten kletterte der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index in der zurückliegenden Woche deutlich an. Damit gelang der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend. Wird der Widerstand bei 558 Punkten überwunden, hat der Index aus technischer Sicht Potenzial bis 622 Punkte. Sinkt der Goldpreis wieder, dürfte jedoch auch der Index erneut unter Druck kommen.

Sportindex sprintet von einem Allzeithoch zum nächsten

In diesem Jahr steht weder eine Fußball-WM noch eine Olympiade an. Dennoch präsentieren sich die Anteilsscheine von Sportartikelherstellern wie Adidas und Nike in starker Form. Dies spiegelt sich auch im Solactive® Sports Performance-Index wider. In diesem Index sind insgesamt 20 Titel enthalten. Neben den renommierten Sportbekleidungsherstellern enthält er unter anderem Aktien von Globeride und Shimano zum Index. Seitdem die Hürde bei 105 Punkten im Februar 2013 überwunden wurde, sprintet der Index von einem Allzeithoch zum Nächsten. Bisher zeigt der Index noch keine Indizien, dass ihm die Luft ausginge.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 15. März 2013, 17:30 Uhr
Ein Gast-Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets


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