Verlässt INDUS nun die Seitwärtsbewegung nach oben?

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Die anhaltende Konjunkturschwäche, aber auch einige unvorteilhafte Verkäufe von Beteiligungen machten der im SDAX notierten Beteiligungsgesellschaft INDUS (WKN 620010) im abgelaufenen Geschäftsjahr zu schaffen. Dabei hatte das Unternehmen die Anleger bereits mit einem sehr vorsichtigen Ausblick auf ein schwieriges Jahr 2012 eingestellt. Mit dem nun ausgewiesenen Gewinnrückgang, durfte sich das Management angesichts der vorsichtigen Prognose selbst auf die Schulter klopfen. Insofern besteht nun auch die Chance die jüngste Seitwärtsbewegung zu verlassen.

„Wir waren zu Beginn des Jahres aus Sicht mancher Beobachter recht vorsichtig, aber gerade dieser realistische Blick auf das Geschäft war letztendlich gerechtfertigt“, sagte Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit zu den vorläufigen Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2012. Wie das Unternehmen aus Bergisch Gladbach heute mitteilte, lag der Betriebsgewinn (EBIT) bei 106 Mio. Euro. Damit würde sich die EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahr von 10,1 auf nun 9,6 Prozent verringern. Zu dem verschlechterten Wert haben laut Unternehmensangaben vor allem höhere Personalkosten und außerplanmäßige Abschreibungen beigetragen. Beim Jahresüberschuss ging es von 55 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 52 Mio. Euro nach unten. Hierzu beigetragen hat auch der Buchverlust aus der Veräußerung aufgegebener Geschäftsbereiche in Höhe von 2,5 Mio. Euro. Erfreulich dürften die Anleger dagegen zur Kenntnis nehmen, dass die Dividende trotz des Gewinnrückgangs bei 1,00 Euro je Aktie stabil gehalten werden soll.

Die Umsatzerlöse lagen 2012 bei 1,1 Mrd. Euro. Damit dieser Wert in Zeiten der Euro-Krise weiter nach oben geschraubt werden kann, will INDUS 2013 noch internationaler werden. Dabei will das Unternehmen zweigleisig fahren. Zum einen sollen die Beteiligungsgesellschaften weiterentwickelt werden. Gleichzeitig will man wieder durch Zukäufe wachsen. Umsatz und Ertrag sollen daher für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 steigen.

Sollte sich die europäische Konjunktur wieder erholen und die Wachstumsstrategie von INDUS wie geplant greifen, dann könnte auch die Aktie des Unternehmens ihre jüngste Erholung fortsetzen. Dabei kann das Papier in zumindest mit einer sehr attraktiven Bewertung punkten. Während das 2013er-KGV bei 9,3 liegt, beträgt die Dividendenrendite 4,7 Prozent.

Charttechnisch befindet sich die Aktie seit einigen Wochen in einer Seitwärtsbewegung, die jedoch noch innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends liegt. Insofern stehen die Zeichen weiter auf grün. Zudem notiert die Aktie nur wenig unter dem Jahreshoch. Insofern steckt in der Aktie noch weiteres Potenzial, wie etwa das Kursziel in Höhe von 27 Euro seitens Independent Research verdeutlicht.

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