Sixt: Das Mietwagen-Geschäft ist etwas für Dividendenfans

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Bildquelle: Pressefoto Sixt

Deutschlands führender Autovermieter Sixt (WKN 723132) will mit aller Macht auf den US-amerikanischen Markt vorstoßen. Kein Wunder, denn immerhin ist dies der größte Vermietmarkt der Welt. Allerdings sorgten die Investitionen in den USA im Geschäftsjahr 2012 nun für einen deutlichen Gewinneinbruch, den die Analysten nicht in diesem Ausmaß erwartet hatten. Zudem wurde die Gewinnsituation durch die Euro-Krise und die dadurch weggefallenen Geschäftsreisen belastet. Allerdings werden die Aktionäre des SDAX-Konzerns im Jubiläumsjahr trotzdem mit einer Erhöhung der Dividende beglückt. Schließlich feiert Sixt seinen 100. Geburtstag.

Laut vorläufigen Ergebnissen lag das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) im Jahr 2012 bei 118,6 Mio. Euro und damit um 14,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 138,9 Mio. Euro. Unter dem Strich blieb am Ende mit 79,2 Mio. Euro ein um 18,7 Prozent geringerer Gewinn übrig als ein Jahr zuvor. Der Konzernumsatz konnte dagegen um 2,0 Prozent auf 1,60 Mrd. Euro nach oben geschraubt werden. Trotz des deutlichen Gewinnrückgangs soll die Dividende ansteigen. Zusammen mit einem dicken Bonus soll es 1,00 Euro je Stammaktie und 1,02 Euro je Vorzugsaktie geben.

Für das laufende Jahr geht man bei Sixt von einem Ergebnis vor Steuern leicht unter Vorjahresniveau aus. Denn wegen der schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Eurozone, dürften Unternehmen laut Sixt-Einschätzung weiterhin bedacht sein, Kosten einzusparen und daher ihre Reisetätigkeit einzuschränken. Zugleich profitiert Sixt natürlich auch sehr schnell vom gegenläufigen Trend. Denn Unternehmen sind eher bereit einen Mietwagen zu bezahlen, als gleich ein festes Geschäftsfahrzeug anzuschaffen. Sollte sich die Expansionsstrategie von Sixt und der derzeitige Investitionsaufwand in den USA und Asien als Erfolg erweisen, dann hat die im SDAX gelistete Aktie des Autovermieters einiges an langfristigem Aufwärtspotenzial zu bieten. Schließlich liegt das 2013er-KGV gerade einmal bei 9,3.

Auch charttechnisch ist die Lage keineswegs schlecht. Der große Abstand zum GD200 und das Drehen oberhalb des GD100 ist hier positiv anzusehen. Allerdings fehlen kurzfristig Impulse. Für Dividendenfans könnte sich ein Blick auf die Vorzugsaktie (WKN 723133) lohnen. Aufgrund des günstigeren Kursniveaus der Vorzüge im Vergleich zu den Stämmen, liegt die Dividendenrendite der Vorzüge bei stolzen 7,3 Prozent! Bei den Stämmen dagegen nur bei 6,2 Prozent.

Bildquelle: Pressefoto Sixt


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