Schaltbau: Es fehlen die Impulse

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Über das fehlende Potenzial der Schaltbau-Aktie (WKN 717030) haben wir ja angesichts der abgeblasenen Übernahme in den Niederlanden bereits geschrieben. Heute wurden nun die engültigen Zahlen 2012 veröffentlicht und dabei gab es keine nennenswerten Überraschungen. Somit fehlen weiterhin die Impulse, die ein Ausbrechen aus der seit Wochen andauernden Seitwärtsbewegung ermöglichen würde.

Positiv ist weiterhin die solide Auftragslage des SDAX-Konzerns. Die Auftragseingänge haben sich im Geschäftsjahr 2012 um 8,6 Prozent auf 372,3 Mio. Euro erhöht. Zugleich lag der Auftragsbestand des Konzerns zum Geschäftsjahresende 2012 mit 229,8 Mio. Euro um 16,4 Prozent über Vorjahresniveau.

Nach einem guten Geschäftsverlauf zu Jahresbeginn geht Schaltbau für 2013 von einem Umsatzanstieg von 362,8 Mio. Euro (2012) auf rund 374 Mio. Euro aus. Das Jahr wird erneut durch Vorleistungen im Personalbereich belastet werden, die weiterhin notwendig sind, um die bereits eingeleiteten Wachstumsschritte erfolgreich fortzuführen. Der Vorstand ist optimistisch, die in der Guidance vom November letzten Jahres mit einem EBIT von 32,8 Mio. Euro genannten Ziele mindestens erreichen zu können.

Charttechnisch ist derzeit die Luft raus aus der Aktie. Lediglich der große Abstand zum GD200 wirkt sich positiv auf die Lage aus. Fundamental stützt die Dividendenanhebung von 60 auf 77 Cent, wodurch sich eine Dividendenrendite von 2,3 Prozent ergibt. Das 2013er KGV von 11,2 ist ebenfalls nicht übertrieben hoch. Dennoch fehlen letztlich die Impulse um weiteres Kurspotenzial jenseits des bisherigen Hochs bei 35,50 Euro zu eröffnen. Insofern ist die Aktie eher als Halteposition zu sehen, denn als Kauf.


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