Mit Linde von Hoch zu Hoch

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Es heißt ja immer, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist. Für den Vorstandschef von Linde (WKN 648300) Wolfgang Reitzle und „sein“ Unternehmen dürfte es im Moment sicherlich sehr schön sein – zumindest geschäftlich. Denn neben Rekorden bei Umsatz und Gewinn, konnte die im DAX notierte Aktie des Industriegaseherstellers zu einem neuen Allzeithoch aufbrechen.

Zuletzt hatte Reitzle gegenüber der „Welt am Sonntag“ bestätigt, dass er im Mai 2014, wenn sein Vertrag ausläuft, als Vorstandschef abtreten wird. Gleichzeitig bekräftigte er, dass für ihn ein Wechsel in den Aufsichtsrat nicht in Frage käme. Dabei dürften sich einige Aktionäre Sorgen machen, dass sein Nachfolger, möglicherweise nicht den gleichen Erfolg an den Tag legen kann. Denn trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, konnte Linde im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Rekorde aufstellen.

Die Umsatzerlöse wurden 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent auf 15,3 Mrd. Euro nach oben geschraubt. Das operative Ergebnis konnte um 10,0 Prozent auf 3,5 gesteigert werden. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,3 Mrd. Euro übrig, gegenüber einem Wert von 1,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Gleichzeitig soll die Dividende um 20 Cent auf 2,70 Euro angehoben werden. Trotzdem soll weiter gespart werden. Zwischen 2013 und 2016 möchte das Unternehmen die Bruttokosten um insgesamt 750 bis 900 Mio. Euro senken. Schließlich hat Reitzle das Ziel ausgegeben, 2016 ein operatives Ergebnis von mindestens 5 Mrd. Euro zu erreichen.

Angesichts dieser Aussichten könnte auch die Linde-Aktie ihre Rekordjagd fortsetzen. Mit einem 2013er-KGV von 16 und einer Dividendenrendite von 2,1 Prozent ist das Papier zwar nicht mehr supergünstig, allerdings ist dies nach den jüngsten Kurssprüngen auch wenig verwunderlich. Charttechnisch sieht die Lage ebenfalls gut aus. Alle Indikatoren stehen auf grün. Insofern könnte man mit der Linde-Aktie im Depot weiter von Hoch zu Hoch schweben. Die Analysten sind übrigens auch mehrheitlich positiv gestimmt. Vergangene Woche hob etwa Warburg Research („Buy“) ihr Kursziel von 158 auf 165 Euro an. Cheuvreux hat die Aktie in ihrer „Selected List“ und nennt ein Kursziel von 153 Euro. Deutlich optimistischer ist da die Commerzbank („Buy“), die ein Kursziel von 180 Euro ausgegeben hat.


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