Nordex: Kommen jetzt bald Kurse über 5 Euro?

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Zwar musste der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex (WKN A0D655) im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ ein dickes Minus verzeichnen, allerdings zeigten sich die Anleger am Montag von den Umsatzaussichten für das laufende Geschäftsjahr geradezu begeistert. Mit einem Kurssprung von mehr als 10 Prozent konnte das Papier mit deutlichem Abstand am Montagnachmittag an die Spitze des TecDAX vorstoßen. Und das muss noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Während die Umsatzerlöse 2012 um 17,3 Prozent auf 1,1 Mrd. gesteigert werden konnten, geht das Management für das laufende Geschäftsjahr von einem weiteren Umsatzanstieg auf 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro aus. 2012 profitierte Nordex insbesondere von dem starken Geschäft in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Dagegen führten einige Restrukturierungsaufwendungen in China und den USA dazu, dass das operative Ergebnis (EBIT) bei minus 61,1 Mio. Euro lag, nachdem bereits im Vorjahr ein Minus von 27,0 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte.

Wegen der anhaltenden auslastungsbedingten Ergebnisbelastungen in Amerika und China sollen Produktionskapazitäten zurückgefahren und einige Standorte geschlossen werden. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen in Zusammenhang den bereits initiierten Produktkostensenkungen im Jahr 2013 zu einem Anstieg der EBIT-Marge auf 2 bis 3 Prozent führen.

Sollte es Nordex gelingen neben der starken Umsatzentwicklung und dem Rekordauftragseingang von 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2012 nun auch auf der Ergebnisseite Verbesserungen zu erzielen, dann könnten den heutigen Kursgewinnen weitere folgen.

Wie der Chart zeigt, ist bei Nordex seit dem Kursausbruch Mitte Januar infolge des Rekordauftragseingangs wenig passiert. Allerdings wurde die 4-Euro-Marke nachhaltig überwunden. Nach dem heutigen Kurssprung steht nun die zeitnahe Erreichbarkeit des 2012er Hochs bei rund 4,60 Euro als wichtige Zielmarke im Raum. Generell sieht die Lage bei den Indikatoren von GD20 bis GD200 gut aus. Auch Bollinger-Band und Momentum sprechen nicht gegen die Aktie. Insofern könnte es bald wirklich heißen: Nordex: 5 Euro.

Trotz des Optimismus, sollte man sich allerdings auch stets der Risiken bewußt sein. Denn die Windenergie-Branche hat mit ähnlichen Problemen wie die Solarindustrie zu kämpfen. Auch dort haben Überkapazitäten in vielen Bereichen und der harte Wettbewerb zu einem schwierig kalkulierbaren Preisverfall geführt. Die EEG-Gesetzgebung in Deutschland steht daneben angesichts des nahenden Bundestagswahlkampfes vor einer weiteren Überprüfung. Außerdem ist die Begeisterung über Windräder in der Landschaft auch nicht überall gleich hoch, was den Ausbau der Windenergie nach wie vor in vielen Landesteilen bremst.

P.S. Kurzfristtrader, die vor allem auf schnelle Kursgewinne aus sind, sollten auch immer mal ihre Broker-Anbindung hinterfragen – am besten mal bei brokerdeal.de* vorbeischauen und sich die aktuellen Angebote ansehen.

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