Haushaltsstreit in den USA und Dow knapp vor Allzeithoch….Spannung pur

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Bisweilen gehen ja “Kleinigkeiten” im Alltagsgeschäft unter. So findet die Tatsache, dass in den USA massive Haushaltskürzungen ab 0:00 Uhr (Washingtoner Zeit) drohen, recht wenig Beachtung in den Börsen-Massenmedien. Das ist erstaunlich, denn so könnte die zarte US-Konjunktur recht schnell komplett abgewürgt werden.

Den Markt selber scheint diese Aussicht auch nicht in hohem Maße zu schrecken. Der Dow Jones Industrial “turnt” mit Kursen um 14.050 knapp unter seinem Allzeithoch “herum” und machte auch gestern keine Anstalten, die 14.000er Marke auf Schlusskursbasis aufzugeben.

Blenden wir also dieses ganze fundamentale “Geraffel” aus. Schließlich erfahren wir ja die kurzfristige Börsenreaktion mit hoher Sicherheit nicht vor Montag. Wenden wir uns stattdessen der Point&Figure-Charttechnik des US-Leitindex zu.

Point&Figure Dow Jones: Allzeithoch sollte fallen, Kursziel aktuell: 14.600/16.600 Punkte

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Dow Jones: An sich klar bullish, aber das Chance-Risko-Verhältnis könnte besser sein

Bereits der erste Blick auf den Point&Figure offenbart Bullishes. Konkret:

Der Dow Jones Industrial befindet sich in Charteinstellung mit aktuell 100 Punkten pro Kästchen in einem Kaufsignal. Das erste – horizontal berechnete – Kursziel stellt sich auf 14.600 Punkte und beziffert damit eine knapp über dem bislang erreichten Allzeithoch bei rund 14.200 Zählern liegende Marke.

Das vertikale Kursziel ist noch nicht endgültig zu berechnen, da die aktuelle X-Säule noch nicht abgeschlossen ist, bislang beträgt es allerdings schon bereits 16.600 Zähler.

Alles wunderbar …..oder?

Bei so großen Chancen sollte man sich aber auch klar darüber sein, wo die Risiken liegen.

In dieser Einstellung des Point&Figure-Charts verläuft die erste wichtige Unterstützung im Bereich von 13.500 bis 13.600 Punkten. Hier hatte der US-Leitindex Mitte September ein Zwischenhoch ausgebildet, das nun einem Angriff der Bären erst einmal Einhalt gebieten sollte.

Selbst ein Rücksetzer bis in die Zone zwischen 12.900 und 13.000 wäre noch kein “charttechnischer” Beinbruch. Hier verläuft die Bullish-Support-Line des aktuellen Kaufsignals.

Ein Rücksetzer von über 1000 Punkten, bevor eine Änderung der bullishen Haltung erfolgen könnte,  ist allerdings “eine Menge Holz”.

Mein Fazit: Nicht so einfach: Die Index-Sache

Für den Positions-Trader im Dow Jones stellt sich die Lage für Neueinstiege recht schwierig dar. Im Idealfall böte ein Rücksetzer bis in die Zone zwischen 13.500 und 13.600 ein bedeutend besseres CRV.

Auch ein Überwinden der 14.200 auf Schlusskursbasis und damit ein neues Allzeithoch sollten erneuten Long-Schwung in die Sache bringen.

Mein Ausweg: Starke Werte aus dem Dow

Hier bietet es sich erneut an, Einzelwerte mit hoher Relativer Stärke zu filtern und diese auf ihr Chance-Risiko-Verhältnis abzuklopfen.

Für dieses Vorgehen drängen sich aktuell 2 Werte auf.

HP und Home Depot weisen beide ein hohe Relative Stärke zum Dow und die Ausprägung eines Kaufsignals in den vergangenen 14 Tagen auf.

Das soll als Anregung verstanden werden. Die Ermittlung des Chance-Risiko-Verhältnisses und die endgültige Entscheidung, ob und welcher Wert gekauft wird, darf ich an dieser Stelle allein aus rechtlichen Gründen nicht weiter ausführen.

Aber eins ist klar:

Aktien mit bereits bestehender Relativer Stärke entwickeln sich noch eine ganze Weile besser als die Hauptmasse der Werte. Sie weisen Marathon-Läufer-Qualitäten auf.

  1. Sie entwickeln sich in der Regel besser als der Gesamtmarkt
  2. Sie sind weniger anfällig für kurzfristige Rücksetzer des Index, in dem sie notieren
  3. Sie bringen also deutlich mehr Ruhe ins Depot.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um die Point&Figure-Charttechnik und Heimat des Point&Figure-Investor)

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