Kabel Deutschland: Ohne Vodafone ist die Luft aus der Aktie raus

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Bei Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (WKN KD8888) brodelt mal wieder die Gerüchteküche. Nun heißt es, dass eine Übernahme durch den britischen Telekomkonzern Vodafone (WKN A0J3PN) doch nicht erfolgt. Damit ist die jüngste Kursfantasie erst einmal verflogen, was wir aber vergangene Woche schon vermutet hatten. Damals schrieben wir: „Ohne die Übernahmefantasie ist bei der Aktie von Kabel Deutschland das Ende der Fahnenstange erst mal erreicht.“ Und das dürfte nun der Fall sein.

Mit dem Verzicht auf die Übernahme dürfte die Position von Vodafone-Chef Colao gestärkt worden sein. Dieser hatte nämlich bereits vor dem Börsengang von Kabel Deutschland eine Übernahme abgelehnt. Hätte er diesen Schritt nun revidiert, wäre sein Posten wohl hinterfragt worden. Vodafone-Aktien steigen in der Folge deutlich an. Für Kabel Deutschland wird es indes nun eng, da weitere potenzielle Partner nicht in Sicht sind. D.h. das Wachstum muss organisch erfolgen.

Auch der Chart ist eindeutig: Trotz mustergültigem Aufwärtstrend seit einem Jahr dürfte mit dem aktuellen Bruch des GD20 nun die Luft erst einmal raus sein. Sollten keine nennenswerten Wachstumsfantasien durch neue Nachrichten geweckt werden können, dürfte ein Blick auf die Fundamentaldaten viele Anleger aus dem MDAX-Titel treiben. Denn eine Dividendenrendite von 2,2 Prozent sowie ein 2013er KGV von 21 sind alles andere als günstig.


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