Aixtron vor den Zahlen: Nur was für Mutige

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Während Aixtron (WKN A0WMPJ) im vergangenen Jahr wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes mit einer Nachfrageschwäche zu kämpfen hatte, fiel das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2013 durch einige überraschende Veränderungen in der Geschäftsführung auf und sorgte damit für zusätzliche Verunsicherung bei den Anlegern. Zudem lassen die für Morgen erwarteten Geschäftsergebnisse für das Jahr 2012 wenig Gutes erahnen, da das Unternehmen unlängst seine Jahresziele einkassieren musste und im vierten Quartal keine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes zu beobachten war.

Nachdem bereits im Januar zwei Aufsichtsratsmitglieder das Unternehmen verlassen hatten, folgte nun die Ankündigung, dass der Vorstandsvorsitzende Paul Hyland Aixtron zum 28. Februar verlassen wird. Sein Nachfolger wird ab 1. März der ehemalige Siemens-Manager Martin Goetzeler. Daneben dürften die positiven Überraschungen bei den Geschäftsergebnissen für das 2012 ausbleiben, da sich die Auftragslage des Spezialmaschinenbauers laut Analyst Adrian Pehl von Equinet „im vierten Quartal nicht wesentlich verbessert haben“ dürfte. Er rechnet für das Schlussquartal 2012 mit einem Umsatz von etwa 70 Mio. Euro und einem EBIT-Verlust in Höhe von etwa 12 Mio. Euro.

Zuvor hatte Aixtron aufgrund der schwachen LED-Nachfrage seine Jahresziele nach unten gefahren. Statt eines operativen Gewinns, geht das Management von einem EBIT-Verlust von rund 125 Mio. Euro aus, während die Umsatzprognose um fast zwei Drittel auf 220 Mio. Euro gesenkt wurde. Auch der Analyst Christian Rath von HSBC glaubt, dass das Geschäftsumfeld für Aixtron im vieren Quartal schwierig geblieben sein dürfte. Zwar geht er von einem Erreichen des Umsatzziels aus, allerdings erwartet er mit einem Minus von 130 Mio. Euro für das Gesamtjahr einen noch höheren EBIT-Verlust als das Unternehmen. Dagegen soll sich die Auftragslage ab dem zweiten Quartal bessern, der Margendruck biete jedoch weiter Anlass zur Sorge, so die Analyse.


Quelle: boerse.de

Die Aktie hat (charttechnisch) schon deutlich bessere Zeiten erlebt. Aktuell schlängelt sich das Papier in einer seit Anfang 2012 währenden Seitwärtsphase. Auch wenn das Momentum und die Bollinger Bänder positive Signale senden – so sind soch alle kurz- bis langfristigen GDs nach unten durschschritten. Das letzte Signal hatten wir erst gestern mit einem neuen 4-Wochen-Tief. Wer Mut hat, geht long und hofft, dass die Aktie das Hoch bei 11,20 wieder nimmt, dann wäre als nächstes Ziel durchaus die 12-Euro-Marke im Visier.


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