Warum Goldman Sachs sich beim Gold täuscht…

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Hiho! Lange nichts mehr von mir hören lassen. Sorry, war  unterwegs längere Zeit. Auf Recherche für diverse Kunden. Aber jetzt hatte ich mal wieder Bock, was für börsenblogger zu schreiben. Genug Anlässe werden ja einem geboten. Bung-Bunga, Aktienmärkte im Schockzustand und nicht zuletzt eine große Investmentbank wie Goldman Sachs, die innerhalb eines Quartals quasi vom Gold-Fan zum Mega-Skeptiker des glänzenden Edelmetalls wird.

Die Goldman-Jungs haben nämlich ihre Prognose für den Goldpreis – just in Zeiten von besch… Italien-Wahlen, Euro-Schuldenkrise und schwachen US-Daten – gesenkt. Jepp! Nun könnten wir sagen: „Was soll´s“ Ist halt ne Meinung einer Bank“. Nein, Goldman ist nicht irgendeine, sondern DIE Bank an der Wall Street. Wenn die Jungs sagen, Blau ist ab heute grün, dann ist das so und jeder fängt an..

Nun haben die Goldies also ihre Prognose von 1825 Dollar je Feinunze auf 1550 runtergesetzt. Frei nach dem Motto: „ was sind schon 250 Dollar weniger auf das Jahr“. Und warum? Die Antwort kommt vom Chef persönlich:  „Die Wirtschaft in den USA erholt sich den jüngsten Konjunkturdaten zufolge schneller als von vielen erwartet“, sagt Goldman-Sachs-Ökonom Jeffrey Currie. Schön wäre es. Dann würden die Zinsen am Kapitalmarkt anziehen und Gold wäre unattraktiv. Alles Konjunktiv! Es ist nicht so!

Auch wenn die großen Gold-ETFs genug Abflüsse hatten – die Gold-Story ist noch nicht vorbei. Allein in den USA war die Nachfrage nach Goldmünzen im Januar zum Beispiel rund 20 Prozent höher als im Vorjahr. Kurz um:

Quelle: SocGen

Raus aus Gold? Wieso? Bleiben Sie drin! Stocken Sie jetzt auf! Und wenn man vielleicht nicht so viel Mut hat, gebe es noch eine andere schöne Sache, sie kommt von der SocGen. Da heißt es offiziell:

„Für Anleger, die an einer positiven Kursentwicklung von Gold und Silber partizipieren möchten, sich aber gleichzeitig einen gewissen Schutz gegen Kursverluste wünschen, ist das neue Airbag-Zertifikat der Société Générale eine interessante Anlagemöglichkeit. Das Zertifikat bezieht sich auf einen zu gleichen Teilen aus Gold und Silber bestehenden Rohstoffkorb. Eine positive Entwicklung des Rohstoffkorbes zeichnet das Zertifikat nahezu eins zu eins nach, zudem besteht bei 75% des Startniveaus ein Absicherungslevel. Anleger profitieren zum Laufzeitende von einer Kurssteigerung beider Rohstoffe; die maximal mögliche Rückzahlung ist jedoch auf 133 Euro begrenzt. Dabei wird die Entwicklung des in US-Dollar gehandelten Rohstoffkorbes eins zu eins in Euro umgerechnet, so dass für Anleger kein Wechselkursrisiko besteht.“

take care!
Euer Goldfinger

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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2 KOMMENTARE

  1. Wirklich selten dämliches Timing für Goldman Sachs: Kaum ist die Druckerschwärze der tollen Goldanalyse trocken, da ist schon der Höchstkurs von 1615 US$, den die für 3 Monate gesehen haben, überschritten. Was machen die Herren Analysten da eigentlich beruflich?

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