Ausblick DAX: Wie immer Freitags – die reine Charttechnik

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Wieder nix! Bis zur Wochenmitte sah es so aus, als könne der DAX seinen übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufnehmen und bald sein Jahreshoch anvisieren. Der schwache gestrige Handelstag hat die Bullen aber erst einmal wieder in die Schranken gewiesen.

Ausflug über die 20-Tage-Linie ist nur von kurzer Dauer

Am Dienstag übersprang der DAX noch mit einer bullishen weißen Kerze die 20-Tage-Linie, an der er in der Vorwoche noch gescheitert war. Zur Wochenmitte folgten Anschlussgewinne bis 7.785, die der Index aber nicht ins Ziel bringen konnte. Bereits gestern wurde die 20-Tage-Linie mit einem Abwärtsgap wieder unterschritten.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation bahnt sich an

Dabei baute der DAX seine Verluste im Verlauf stetig aus und schloss sogar wieder unter der 7.600er-Marke. Ich bin kein großer Freund von charttechnischen Formationen – weil sie sehr viel Spielraum für Interpretationen lassen. Hier bahnt sich jedoch sehr deutlich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation an. Das Hoch dieser Woche lag mit 7.785 ziemlich genau auf dem Niveau des Hochs von Anfang Januar (7.790). Zwischen den beiden Schultern lag das Jahreshoch, das Ende bei 7.872 erreicht wurde.

Unter 7.537 droht eine weitere Korrektur

Noch ist die Formation nicht vollständig. Wird jedoch das jüngste Korrekturtief von Ende Februar (7.537) unterboten, wäre eine kurzfristige Umkehrformation komplett. In diesem Fall bieten zunächst das 38%-Retracement der Aufwärtsbewegung seit Mitte November (7.520) und das markante Hoch vom September letzten Jahres (7.479) Unterstützung. Unter dieser Marke trübt sich die Lage weiter ein. Aus der Formation lässt sich sogar ein Korrekturziel von rund 7.200 Punkten ableiten.

Übergeordneter Aufwärtstrend ist nicht in Gefahr

Doch noch ist es nicht soweit. Und selbst wenn sich der aktuelle Rücksetzer zu einer deutlicheren Korrektur ausweiten sollte, ändert dies noch nichts am übergeordneten Trend. Die steigende 200-Tage-Linie bei aktuell 7.078 ist noch nicht annähernd in Gefahr.


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