Rhön-Klinikum zeigt sich „vorsichtig optimistisch“

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Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für den Klinikbetreiber Rhön-Klinikum (WKN 704230) sehr turbulent. Neben der gescheiterten Übernahme durch den Gesundheitskonzern Fresenius (WKN 578560) sorgten einige negative Einmaleffekte für einen deutlichen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr, so dass CFO Jens-Peter Neumann die Ergebnislage des Unternehmens als „unbefriedigend“ bezeichnete. Allerdings versprach Rhön-Klinikum für 2013 wieder steigende Gewinne.

Rhön-Klinikum verbuchte auf der Habenseite, dass sich im Geschäftsjahr 2012 mit über 2,5 Millionen mehr Menschen in den Einrichtungen des Unternehmens haben behandeln lassen als je zuvor. Gleichzeitig konnte dadurch ein Umsatzrekord von 2,86 Mrd. Euro erzielt werden. Dagegen schrumpfte der Konzerngewinn um satte 43 Prozent auf 92 Mio. Euro. Hierfür machte der Konzern insbesondere die Übernahmeversuche durch Fresenius und einmalige Aufwendungen wie etwa Beratungskosten und Personalwechsel im Vorstand verantwortlich. Beim EBITDA ging es um 14 Prozent auf 292 Mio. Euro nach unten.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Rhön-Klinikum mit dem erstmaligen Sprung über die Umsatzschwelle von 3 Mrd. Euro. Auch auf Ergebnisseite soll es wieder besser laufen. Das EBITDA soll in etwa auf 325 Mio. Euro ansteigen. Beim Konzerngewinn soll ein Zuwachs von rund 20 Prozent auf 110 zu Buche stehen. Neben Vorstandschef Martin Siebert scheinen auch die Anleger „vorsichtig optimistisch“ zu sein, dass der MDAX-Konzern die Turbulenzen des vergangenen Jahres hinter sich lassen und eine positivere Entwicklung der Ergebnislage zeigen kann. Es ist ein Zeichen von Stärke, dass sich das Papiere am Donnerstag in einem sehr schwachen Gesamtmarkt als einer der wenigen Werte im MDAX leicht in der Gewinnzone halten kann.

Quelle: boerse.de

Dabei dürfte die Aussicht auf wieder steigende Gewinne und die guten Wachstumsaussichten im deutschen Gesundheitssektor die Aktie aus der jüngsten Seitwärtsbewegung befreien können. Nachdem die Übernahmeversuche von Fresenius heftige Kursausschläge ausgelöst hatten, hatte sich der Wert der Aktie nach dem Scheitern der Übernahme bei 15 Euro eingependelt. Allerdings kann das Papier bei einem 2013er-KGV von 17 nicht gerade mit einer günstigen Bewertung aufwarten. Die Dividendenrendite liegt bei 2,5 Prozent.

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