Standardwerte schlagen Technologietitel

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Gerne präsentiere ich Ihnen einen Gastbeitrag meines sehr geschätzten Kollegen Andreas Sommer :

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Ihr Jörg Mahnert


Wenn Sie die Rubrik Börsenklima auf meiner Internetseite regelmäßig und aufmerksam verfolgen, dann werden Sie bereits bemerkt haben, dass sich US-Aktien seit einigen Wochen besser entwickeln als deutsche Dividendenwerte. Der Trend-Wechsel im Spread zwischen DAX und Dow Jones geschah bereits zu Jahresbeginn.

Wenn US-Aktien schon Relative Stärke gegenüber deutschen Titeln beweisen: Wie schlägt sich dann der Technologie-Sektor dort gegen die Standardwerte?

Hinweis: In der Rubrik Börsenklima finden Sie eine Auswahl von mir entwickelter Indikatoren oder Tabellen zur Markteinschätzung. Sie helfen Ihnen, das “Klima” an den Aktienmärkten besser einschätzen zu können. Zu jedem Indikator finden Sie eine voran gestellte Erklärung zur Funktionsweise sowie eine aktuelle Einschätzung. Alle Indikatoren und Tabellen werden von mir auf Wochenschlusskurs-Basis erstellt und am Sonntag aktualisiert.

Um zwei Aktien oder Indizes direkt miteinander vergleichen zu können, hält die Technische Analyse für uns das Instrument des Spreads bereit. Dazu wird der Schlusskurs des einen Marktes durch den Schlusskurs des anderen dividiert und das Ergebnis mit 100 multipliziert.

Als Stellvertreter für den Technologiesektor habe ich den Nasdaq 100 auserkoren. Die Standardaktien werden durch den Dow Jones Industrial Average vertreten. Im Chart sieht das dann so aus:

scs_1_130218_Dow Jones gg Nasdaq 100

(Zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken!)

Standardwerte schlagen Technologietitel

Im direkten Vergleich der Kursverläufe (oberer Chartteil) können wir – etwas mühsam – eine bessere Entwicklung des Dow Jones erkennen. Hier kann der Spread seine Vorteile voll ausspielen.

Er lässt sich nämlich wie ein Markt mit Trend-Linien sowie Widerstands- und Unterstützungs-Linien bearbeiten. Und da wird schnell und deutlich sichtbar, dass der Dow Jones seit dem 23. Januar Fahrt gegenüber dem Nasdaq 100 aufgenommen hat.

Überdies sehen Sie, dass zugleich ein massiver Widerstand überwunden wurde: Neun Monate lang liefen beide Indizes quasi im Gleichschritt, von einer kurzen Unterbrechung zwischen August und Oktober abgesehen.

Apple schlug durch

Diese Unterbrechung ist übrigens fast ausschließlich auf die Apple-Aktie zurückzuführen. Das Unternehmen mit dem Apfel-Logo hatte im August ihren (vorerst letzten) Höhenflug auf 700 USD und stürzte dann ab Mitte September ab. Der Grund dafür, dass eine einzelne Aktie derartigen Einfluss hat, liegt in der exorbitant hohen Gewichtung im Nasdaq 100, während Apple im Dow Jones ja nicht enthalten ist.

Fazit:

Es wird interessant sein, diese Entwicklung im Spread zwischen beiden Indizes weiter zu verfolgen. Denn eigentlich läuft der Technologie-Sektor den Standardwerten zumeist voraus. Die jüngste Entwicklung spiegelt daher nicht nur zum Teil die Schwäche von Apple wider, sondern auch ein größeres Interesse der Anleger an den Standardaktien.

Sollten diese es schaffen, ein Signal in Gestalt nachhaltig neuer Rekordhochs zu generieren, dann dürfte allerdings auch die Müdigkeit des Technologie-Sektors sehr schnell beendet werden.

Ihr

Andreas Sommer

Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt


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