Aktien: Trotz Skepsis die Starken kaufen

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Wie viele von Ihnen bereits wissen, tue ich mich mit Emotionen im Börsenhandel ein wenig schwer.

Umso interessanter ist es für mich, mich mit Investoren auszutauschen und so einen kleinen Einblick in deren emotionale Verfassung zu gewinnen.

So habe ich gerade ein längeres Telefonat mit einem Leser geführt, der sich in der gleichen Zwickmühle wie die meisten Investoren befindet.

Der ersehnte Rücksetzer….. 

“So ein Rücksetzer wäre schon gut, schließlich sind die Aktienmärkte richtig gut gelaufen. Bei vielen Einzelwerten und Indizes ergibt sich ein schlechtes Verhältnis von Chance zu Risiko”.

Das mit dem bisweilen schlechten Verhältnis von Chance zu Risiko kann ich bestätigen. Da gibt es wirklich einfachere Lagen als diese, um auf breiter Front kaufen zu können.

Eine ordentliche Portion Skepsis

Aktuell scheinen recht viele Investoren und Trader mit einem mehr oder weniger ausgedehnten Rücksetzer zu rechnen. So ist das Euwax-Sentimenent heute intraday auf –60 abgerutscht.

Chart

(Der Privatanleger-Index Euwax Sentiment spiegelt das Verhalten von Privatanlegern wider. Er basiert auf marktnahen Privatanleger-Orders in Optionsscheinen und Knock-Out-Produkten, denen der Basiswert DAX zugrunde liegt. Ein positiver Wert bedeutet, dass die Mehrheit der Anleger auf steigende Kurse setzt, während ein negativer Wert bedeutet, dass die Mehrheit der Anleger eher von einem sinkenden Markt ausgeht.)

Zumindest kurzfristig scheint sich der Bullen-Optimismus für den DAX also in recht engen Grenzen zu halten.

Muss die Masse immer falsch liegen?

Nun wäre es vermessen zu behaupten, dass die Masse an der Börse immer falsch läge. Gerade in der aktuellen Situation weisen die Indizes Merkmale einer Top-Bildung auf, die nicht ignoriert werden sollten.

So kämpft der Dow Jones immer noch mit der Marke von 14.000 Zählern, während der DAX mit aktuell rund 7680 Zählern bereits einen recht ordentlichen Abstand zur 8.000 eingenommen hat.

Es könnte wieder so sein

Aber wie ich an dieser Stelle schon mehrfach mit Verweis auf die Point&Figure-Charts betont habe, kann man dieses Verhalten als auch Kraftsammeln auffassen.

Schließlich sind die Point&Figure-Charts sowohl des US-Leitindex als auch des deutschen Börsenbarometers klar bullish zu werten.

Was halten Sie denn von folgendem Szenario?

Dem Dow Jones gelingt es , die Marke von 14.000 Punkten durch Überschreiten von 14.040 klar zu überwinden und dieses Niveau auf Schlusskursbasis zu verteidigen.

In den folgenden Tagen marschiert er Richtung Allzeithoch und überwindet dieses klar durch Überschreiten der 14.200 auf Schlusskursbasis.

Dann würde die weitere Konsolidierung auch im deutschen Markt “ausfallen”. Und sehr viele Investoren würden unterinvestiert “in die Röhre schauen”.

Nur eine Idee, aber…….erschreckend, oder? 

Meine Strategie auch für die aktuelle Schaukel-Phase

Aktien mit hoher Relativer Stärke und Point&Figure-Kaufsignalen weiter einsammeln

Folgende Dinge sind Fakt:

  1. Auf mittel- und langfristige Sicht weisen die meisten Aktien-Indizes klare Point&Figure-Kaufsignale auf.
  2. Ein kurzfristiger Rücksetzer kann – wie eigentlich immer – nicht ausgeschlossen werden.
  3. Aktien mit hoher Relativer Stärke profitieren von einem weiteren Anstieg der Indizes überproportional und zeigen sich gegenüber kleineren Konsolidierungen in der Regel relativ unempfindlich.

Deshalb kaufe ich auch jetzt technisch starke Werte.

Damit stelle ich mich weniger abhängig von dem, was die Indizes gerade so “treiben” und nutze nur das “große Bild” für meine Investitionsentscheidungen. Das schont die Nerven und bringt trotzdem Rendite.

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um die Point&Figure-Charttechnik)

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo Herr Schneider,

    definitiv ja. Also das mit den Emotionen lasse ich beim Börsenhandel komplett außen vor.

    Eine definierte Auswahl macht es wirklich einfacher. (Bin seit fast 28 Jahren als Investor und Trader aktiv, da wäre emotionales Handeln nicht förderlich für die Gesundheit gewesen.)

    Mit besten Grüßen
    Jörg Mahnert

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