Metro: Sparen für das große Ziel

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Der Abstieg aus der ersten Börsenliga wog bei dem Handelskonzern Metro (WKN 725750) sehr schwer, da das Unternehmen seit Juli 1996 Mitglied im deutschen Leitindex DAX war. Um diese Schmach wett zu machen will Metro ein rigoroses Sparprogramm durchziehen und damit den Weg für eine Rückkehr in den DAX ebnen.

„Wir stellen alle Kosten infrage, in der Verwaltung, den Landesgesellschaften, auf der Fläche und natürlich auch im Vorstand“, sagte Metro-Chef Olaf Koch der „Süddeutschen Zeitung“. Einen Zeitpunkt wollte Koch zwar nicht nennen, bis wann die Rückkehr in den DAX gelingen soll, allerdings machte er deutlich, dass der Abstieg an ihm nagt und er den Wiederaufstieg als klares Ziel verfolgt. „Mich persönlich und hier in der Zentrale hat das viele Kollegen sehr hart getroffen. Wir sollten den Abstieg als Verpflichtung sehen, wieder aufzusteigen“, sagte er.

Zunächst muss das Unternehmen allerdings mit der Nachfrageschwäche fertig werden, die insbesondere in den Ländern Südeuropas aufgrund der Euro-Krise und der Sparprogramme der dortigen Regierungen wütet. Sparanstrengungen wie der Wegfall von Business-Class-Flügen auf Kurzstrecken sollen Metro die Möglichkeit geben an anderen Stellen die Serviceangebote zu verbessern oder die Preise zu senken.

Quelle: boerse.de

Neben der leichten Aufbruchsstimmung, für die Koch mit seinem Interview sorgen konnte, war es sicherlich auch die Beibehaltung der Ausschüttungspolitik, die die Metro-Aktie am Montagnachmittag um etwas mehr als 1 Prozent in die Gewinnzone beförderte. Gleichzeitig sieht das Papier charttechnisch wieder besser aus. Der Abstand zu GD20 bis GD200 konnte zuletzt deutlich vergrößert werden. Auch der MACD steht auf grün. Fundamental stützt die Dividendenperspektive ebenso wie die günstige Bewertung (2013er KGV von 9,9). Metro könnte also durchaus in den kommenden Monaten zu den Gewinnern im MDAX zählen.

P.S. Kurzfristtrader, die vor allem auf schnelle Kursgewinne aus sind, sollten auch immer mal ihre Broker-Anbindung hinterfragen – am besten mal bei brokerdeal.de* vorbeischauen und sich die aktuellen Angebote ansehen.


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