Wacker Chemie: Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung?

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Überraschung bei Wacker Chemie (WKN WCH888): die Anfang Oktober 2012 eingeführte Kurzarbeit in der Polysiliciumproduktion am Standort Burghausen wurde aufgehoben. Grund ist die steigende Nachfrage der Kunden aus der Solarbranche. Die Aktie hat nun die Chance aus der Seitwärtsbewegung auszubrechen.

Laut Ewald Schindlbeck, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Polysilicon, hat das Unternehmen im Januar mehr Polysilicium verkauft als erwartet. „Der Auftragseingang hat sich in den vergangenen Wochen so erhöht, dass die derzeitige Auslastung unserer Anlagen nicht ausreicht, um die bestellten Mengen produzieren zu können“, so Schindlbeck. Dank seiner modernen und flexiblen Technologie sei Wacker in der Lage, die Anlagenauslastung sehr kurzfristig an den Bedarf seiner Kunden anzupassen, ergänzt Schindlbeck. Um den höheren Bedarf bedienen zu können, fährt das Unternehmen seine derzeit auf etwa zwei Drittel der vollen Kapazität gedrosselte Produktion hoch und beendet deshalb auch die Kurzarbeit im Geschäftsbereich Wacker Polysilicon.


Quelle: boerse.de

Ebenso wie die jüngste Bilanz, zeigt der Langfristchart die Abhängigkeit der Kursperformance von der Stimmung im Solarsektor. Kurzfristig könnte nun aber ein Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung gelingen. Nachdem alle wichtigen Indikatoren GD20 bis GD200 hinter sich gelassen wurden, steigt nun die Chance, dass die Aktie wieder das Kursniveau vom vergangenen Jahresbeginn erklimmen kann. Höhepunkt war damals bei rund 90 Euro. Für Kurzfrist-Anleger also durchaus interessant.
Fundamental betrachtet ist die Aktie aber mit einem 2013er KGV von 34 weiterhin ambitioniert bewertet. Die jüngsten Analystenkommentare reflektieren dies und raten auch mehrheitlich von der Aktie ab. Langfristig also wohl eher kein guter Titel.


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