Ausblick DAX: Geht es weiter abwärts?

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Das waren gestern keine schönen Handelsmomente. Der DAX durchbrach die 5.000er Marke und kam erst deutlich darunter zum halten. Eine Gemengelange aus düsteren Konjunkturprognosen, einer Achterbahnfahrt beim Dollar, schwächeren Rohstoffpreisen und der Unruhen im Iran trübte weltweit die Stimmung an den Aktienmärkten ein. Ob sich das heute wieder weniger düster zeigt? Eine Erholung dürfte wohl nur von kurzer Dauer sein. Denn das Abwärtspotential ist unverändert vorhanden.

Dass die Konjunkturaussichten auch immer wieder konkrete Unternehmen trifft, zeigte gestern wieder einmal der TecDAX-Wert Drägerwerk. So will man dem negativen Ergebnistrend mit einem Turnaround-Programm begegnen. Aber das wird nicht schmerzfrei gehen. So sind auch Personalabbaumaßnahmen im Gespräch. Dazu will der Konzern viele verschiedene Maßnahmen angehen, ist aber für die Unternehmenszahlen zunächst einmal negativ eingestellt:

Damit erwartet der Vorstand ab dem Jahr 2011 gegenüber der Umsatz- und Kostenstruktur und den Währungsrelationen im Jahr 2008 einen positiven Effekt von 100 Mio. EUR. 2010 soll sich bereits der überwiegende Teil der insgesamt 400 Einzelmaßnahmen auswirken. […]
Für 2009 erwartet der Vorstand, dass das Konzern-EBIT deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2008 liegen wird. Ursache dafür sind negative Effekte aus einem erwarteten Umsatzrückgang von rund 5 Prozent und einer Verschiebung des Produktmix hin zu ertragsschwächeren Produkten.

Dementsprechend deutlich geht es heute mit der Aktie nach unten.

Um auch heute zumindest kurz was zu Arcandor zu sagen. Laut Handelsblatt sind die Aussichten bei Karstadt längst nicht so rosig wie zuletzt betont wurde. Laut Wirtschaftsprüfer-Gutachten von PricewaterhouseCoopers sanken Umsatz und Betriebsgewinn (EBIT) deutlich. Demnach gab der „Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um 2,1 Prozent ab, wobei die Warenhäuser auf vergleichbarer Fläche 1,1 Prozent ihrer Erlöse einbüßten. Entsprechend ging das Ergebnis gegenüber dem vergleichbaren Halbjahr von 26,7 Mio. auf sieben Mio. Euro zurück.“ Damit wird deutlich, dass die Lage also tatsächlich düster ist und nicht wie zwischenzeitlich berichtet wurde schon auf dem Weg der Besserung. Aber wie schon gesagt, auch in den nächsten Wochen werden wir wohl täglich mit Meldungen zu Arcandor/Karstadt überschüttet werden.


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