GEA Group: Wette auf die Stabilität der Weltkonjunktur

6. Februar 2013 | Von | Kategorie: Aktie im Fokus

Der deutsche Maschinenbauer GEA Group (WKN 660200) konnte auch im vierten Quartal den Auswirkungen der Euro-Krise trotzen. Dennoch sieht man sich in einem schwierigem Umfeld, in dem man aber die 2012er Zahlen sogar leicht übertreffen will. So gesehen ist ein Engagement in den MDAX-Titel eine Wette auf die Weltkonjunktur. Bislang konnte man damit durchaus Geld verdienen.

Wenn die eigenen Ziele erreicht werden ist das eigentlich immer positiv. So auch in diesem Fall. Der Auftragseingang der GEA Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 5,2 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro und erreichte im vierten Quartal 2012 mit 1,48 Mrd. Euro wieder das Niveau des dritten Quartals. Eine Abschwächung der Nachfrage war also trotz des schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfelds nicht festzustellen. Der Umsatz des Konzerns legte im Gesamtjahr um 5,6 Prozent auf 5,72 Mrd. Euro zu.
Das operative Ergebnis, also EBIT vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Einmaleffekten im Segment GEA Food Solutions, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr dank diverser operativer Verbesserungsprogramme um rund 7,1 Prozent auf 562 Mio. Euro erneut gesteigert. Die EBIT-Marge verbesserte sich um rund 10 Basispunkte auf 9,8 Prozent – die eigene Prognose wurde damit erfüllt. Ohne das Segment GEA Food Solutions lag die operative EBIT-Marge sogar auf einem historischen Höchststand von 10,7 Prozent nach bereits hervorragenden 10,0 Prozent im Vorjahr.

Angesichts der erreichten Ziele für 2012 lohnt sich nun ein Blick auf die Ziele für 2013. Hier geht der Konzern davon aus, dass die Nachfrage auf den Absatzmärkten wieder dem hohen Niveau von 2012 entsprechen wird. Unter der Voraussetzung, dass es zu keiner Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums kommt, rechnet die GEA Group im laufenden Geschäftsjahr mit einem moderaten Wachstum des Umsatzvolumens. Hinsichtlich der Preisqualität wird ebenfalls von einem Marktumfeld wie in 2012 ausgegangen. Auf dieser Basis wird ein Ergebnis (EBITDA) von rund 700 Mio. Euro nach rund 600 Mio. Euro im Vorjahr angestrebt.


Quelle: boerse.de

Charttechnisch ist die Aktie nach dem Bruch des GD20 kurzfristig angeschlagen. Aber bislang bewegt der Kurs noch innerhalb der Bollinger-Bänder. Sollte das drehen innerhalb dieser Bandbreite gelingen dürften die langfristigen Aufwärtstrend wieder greifen. Eine erneute Belastung dürfte ein Durchbrechen des GD100 bei rund 25 Euro darstellen – was derzeit aber nicht in Sicht ist. Fundamental ist der MDAX-Wert mit einem 2013er KGV von 12,8 und einer Dividendenrendite (Für 2012 werden 55 Cent ausgeschüttet) von 2,2 Prozent auch nicht so überteuert, dass eine heftige Korrektur gerechtfertig wäre. Ein Blick auf die jüngsten Analystenkommentare zeigt deren positive Einstellung: Exane BNP Paribas bewertet den Titel mit “Outperform” und nennt ein Kursziel von 32 Euro. Die Citigroup (“Buy”) nennt ein Kursziel von 30 Euro.

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