Zynga: Dank Kostensenkungen Erwartungen geschlagen – kommt nun die große Erholung?

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Nach dem überraschenden Umsatzanstieg bei Facebook im vergangenen Quartal, richtete sich der Blick auf einen der wichtigsten Profiteure von Facebook: Zynga (WKN A1JMFQ). Der Online-Spielehersteller, der (noch) fast ausschließlich auf Facebook unterwegs ist, hat jedoch ebenfalls überzeugende Zahlen geliefert. Im Gegensatz zu Facebook verlief die Aktienperformance zuletzt jedoch sehr verhalten – was sich nun ändern könnte.

Der Umsatz stagnierte im vierten Quartal bei 311,2 Mio. Dollar. Der Verlust konnte dank starker Kostensenkungen (60 Prozent!) von 435 Mio. Dollar bzw. 1,22 Dollar je Aktie im Vorjahr auf nun 48,6 Mio. Dollar bzw. 6 Cents je Aktie reduziert werden. Als bereinigtes EPS wurden 1 Cent angegeben. Die Erwartungen der Analysten hatten einen Verlust von 3 Cents je Aktie sowie Umsätze von 212 Mio. Dollar betragen.

Kernproblem von Zynga ist nach der erfolgreichen Kostensenkung das nicht vorhandene Umsatzwachstum. Die angekündigte Einstellung von einigen Online-Spielen im Januar war sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch muss die Abkehr von Facebook noch schneller und entschlossener ablaufen. Die Zeit von Farmville und Co. als Cash Cow sind wohl allmählich vorbei. Die Zukunft liegt dagegen in der mobilen Welt, außerhalb von Facebook. Eine eigene Plattform bietet hier viele Chancen, wobei auch klassische Glückspiele angeboten werden können.


Quelle: boerse.de

Charttechnisch ist die Aktie ein Trauerspiel. Seit September ging es Stück für Stück nach unten. Der Abstand zum GD200 ist noch immer sehr groß. Doch der gestrige Kurssprung hat bewirkt, dass die Aktie die GD20 bis GD100 nach oben durchbrochen hat. Da zugleich auch das Bollinger-Band nach oben durchbrochen wurde, dürfte zunächst mal etwas Ruhe einkehren. Wenn der Kurs sich aber über den kurzfristigen Indikatoren hält, hat die Aktie die Chance für einen nachhaltigen Ausbruch. Von der großen Erholung (und zweistelligen Kursen) würde ich jedoch noch lange nicht sprechen. Die dürfte erst einsetzen, wenn Zynga-Chef Pincus eine erfolgreiche Emanzipation von Facebook verkünden konnte. Bis dahin heißt es, sich an kleinen Kursgewinnen erfreuen. Ziel ist zunächst das Niveau vom Sommer 2012 bei rund 2,60 Euro. Auf Dollar-Basis ist die Marke von 3 Dollar entscheidend.


1 KOMMENTAR

  1. […] Der Onlinespiele-Hersteller Zynga, der sein Geld zum größten Teil über seine Facebook-Integration verdient, konnte nach einer langen Durststrecke seinen Aktionären endlich wieder bessere Zahlen vorlegen und dank Kostensenkungsmaßnahmen seinen Verlust deutlich reduzieren und auch die Markterwartungen schlagen. Nun fragen die Börsenblogger zurecht, ob damit endlich die große Erholung kommt. […]

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