US-Autobauer GM, Ford & Co. im Absatzfieber – Dow Jones erstmals seit 2007 wieder über 14.000 Punkten

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Die guten Nachrichten aus den USA reißen nicht ab. Der Dow Jones – die Mutter aller Aktienindizies – hat erstmals seit Oktober 2007 wieder das Niveau von 14.000 Punkten erreicht! Doch nicht nur von den Top 30-Unternehmen kommen gute Nachrichten. Auch die US-Autobauer verzeichnen Absatzzahlen wie zum Teil seit 2006 nicht mehr.

Der Branchenzweite Ford (WKN 502391) etwa konnte seinen Januar-Absatz um 21,8 Prozent auf 166.501 Fahrzeuge steigern – den besten Januar-Wert seit 2006. Die Automobilkrise scheint in Dearborn dank spriteffizienteren Modellen vorbei zu sein. Denn vor allem klassische Pkw-Modelle waren gefragt (+34,1 Prozent). Doch die Amerikaner bleiben auch ihren SUVs (+23,3 Prozent) treu. Cashcow von Ford ist und bleibt das legendäre Pickup der F-Series. Hier stieg der Absatz um 21,7 Prozent auf 46.841 verkaufte Einheiten. Doch auch bei den kompakteren und mit spritsparender Motoren ausgestatteten Modellen Focus (+12,2 Prozent) und Fusion (+64,5 Prozent) ging es ebenso bergauf, wie bei den SUVs Explorer (+46,0 Prozent) und Escape (+15,5 Prozent).

Nur unwesentlich schlechter lief es bei Branchenriese General Motors (WKN A1C9CM). Der Gesamtabsatz im Januar stieg um 15,9 Prozent auf 194.699 Modelle. Während der Absatz der Kernmarke Chevrolet lediglich um 10,9 Prozent auf 137.304 Einheiten anstieg, standen Modelle von Cadillac (13.116; +47,0 Prozent) und Buick (13.463; +31,9 Prozent) hoch im Kurs. Laut GM waren vor allem die neuen Baureihen
Chevrolet Sonic, Cadillac ATS und Buick Verano stark gefragt. Doch selbst die schweren Pickups von GMC steigerten den Absatz um 23,4 Prozent auf 30.816 Einheiten.

Auch bei der Nummer drei in den USA, der Fiat-Tochter Chrysler, stiegen die Absätze im Januar an. Mit 117.731 verkauften Einheiten (+16 Prozent) wurde der beste Januar-Wert seit 2008 erzielt. Neben den spritsparenden kleineren Modellen, wie bspw. dem Fiat 500 oder den neuen Dodge-Modellen wie dem Dart, waren auch die Klassiker Chrysler 200 oder Town & Country gefragt. Auch im Pick-up und SUV-Bereich konnte Chrysler mit seinen Marken Jeep und RAM weiterhin punkten.

Wenn man die Charts sich ansieht, war die Freude mit amerikanischen Autoaktien nicht ungetrübt. Das muss sich auch nicht unbedingt so bald ändern. Dennoch sind die heutigen Absatzzahlen ein gutes Zeichen, dass die US-Wirtschaft noch immer dynamisch ist. Denn nicht nur US-Produzenten konnten steigenden Absätze vermelden, sondern vor allem auch der japanische Autoriese Toyota konnte im vergangenen Monat wieder mit Verkäufen überraschen. Stolze 26,6 Prozent mehr auf 157.725 Fahrzeuge stieg hier der US-Absatz. Ein Grund vielleicht auch mal auf eine Renaissance von Toyota zu setzen.


2 KOMMENTARE

  1. Das Allzeithoch beim Dow Jones ist in greifbarer Nähe (genau wie beim DAX). Wer hätte nach der weitläufigen Untergangsstimmung in den letzten Jahren gedacht, dass die Märkte so schnell wieder neue Hochs anpeilen?

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