OMV: Ausbruch nach Trading-Statement erst einmal gebremst

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Bildquelle: Pressefoto OMV

Die Aktie des österreichischen Mineralölkonzerns OMV (WKN 874341) hat derzeit die Chance ihre langjährige Seitwärtsbewegung in Richtung ihres Allzeithochs bei rund 58 Euro zu verlassen. Doch das heute veröffentlichte Trading Statement zum vierten Quartal macht dies nicht leichter, obwohl der Verkauf der Bevorratungsgesellschaft ELG Mitte Januar den Handlungsspielraum für OMV vergrößert hat.

Die Gesamtproduktion (301.000 boe/d) sank laut OMV im Vergleich zum Vorquartal (309.000 boe/d) vor allem auf Grund von vorübergehenden Produktionsunterbrechungen in Libyen wegen lokaler Protestaktionen, einer sabotierten Exportpipeline im Jemen sowie Workover- und geplanten Wartungsarbeiten in Neuseeland. Die Produktion in Österreich und Rumänien zeigte durch eine saisonal bedingte, höhere Gasproduktion eine leicht positive Entwicklung. Die Verkaufsmengen lagen im Schlussquartal, im Wesentlichen durch Overliftings in Tunesien und den ersten Verkäufen des Jahres im Jemen, über jenen des dritten Quartals. Die Explorationsaufwendungen lagen trotz des Starts der 3D Seismikprogramme in Rumänien und Österreich unter dem hohen Niveau des dritten Quartals. Die für 2012 abgeschlossenen Hedges haben das Ergebnis negativ beeinflusst. Der im Vergleich zum Euro schwächer werdende Dollar hatte einen negativen Effekt auf das Quartalsergebnis, da dies im Vergleich zum dritten Quartal zu einem niedrigeren Ölpreis in Euro führte.

Die Ergebnisse des vierten Quartals beinhalten auf Grund von Drohverlust-Rückstellungen, die erst im vierten Quartal gebucht wurden und vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen von EconGas zuzurechnen waren, Netto-Sonderaufwendungen von rund -120 Mio. Euro. Weitere Sonderaufwendungen im vierten Quartal wurden durch den Ertrag der Veräußerungen in der britischen Nordsee kompensiert. Für das Jahr 2012 schloss OMV eine Ölpreisabsicherung. Im vierten Quartal beeinflusste das Nettoergebnis dieser Hedges, die mit Jahresende 2012 ausgelaufen sind, das EBIT mit 36 Mio. Euro negativ.

Für konkretere Zahlen muss man sich als Anleger bis zum 21. Februar gedulden. Dennoch zeigen die ersten Daten, dass das vierte Quartal nicht ganz so gut verlaufen ist, wie sich mancher erhofft hat. Vor allem die EconGas-Sonderaufwendungen und die Währungseffekte dürften nicht von allen so eingepreist worden sein.


Quelle: boerse.de

Charttechnisch ist das Bild durchmischt. Der Rückfall auf den GD20 bremst etwas. Dennoch ist der Abstand zu den übrigen GDs noch vorhanden. Positiv ist auch der Rückfall in die Mitte des Bollinger-Bands zu werten. Dr MACD spricht dagegen weniger für die Aktie. Bleibt der Blick aufs Fundamentale: Die OMV-Aktie kann mit einer sehr attraktiven Bewertung punkten. Das 2013er-KGV liegt bei 7, während die Dividendenrendite 4,4 Prozent beträgt.

P.S. Kurzfristtrader, die vor allem auf schnelle Kursgewinne aus sind, sollten auch immer mal ihre Broker-Anbindung hinterfragen – am besten mal bei brokerdeal.de* vorbeischauen und sich die aktuellen Angebote ansehen.

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Bildquelle: Pressefoto OMV


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