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Südzucker: 40 Euro könnten realistisch sein

Deutschlands Nebenwerte sind weiterhin en Vogue. Einer dieser ist Südzucker (WKN: 729700). Die Mannheimer können wohl für das noch laufende Geschäftsjahr mehr als solide Zahlen präsentieren. Die Charttechnik sieht zudem gut aus, ein Kursziel von über 40 Euro scheint nicht unrealistisch zu sein.

Das Kurzportrait:
Weltweit tätiger deutscher ErnährungskonzernSegmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht17.500 Mitarbeiter7,0 Mrd. EUR Jahresumsatz5,4 Mio. Tonnen ZuckerproduktionMarktführer im Zuckerbereich in EuropaMitglied im MDAXGeschäftsjahr: 1. März bis 28./29. FebruarGründungsjahr: 1926Hauptaktionär: Rübenanbauer, die über die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) einen Anteil von 56 % am Kapital halten.

Die Fakten:
Der Mannheimer Konzern erwirtschaftet mehr als 50 Prozent des Umsatzes mit der Produktion und dem Vertrieb von Zuckerprodukten. In diesem Bereich ist Südzucker in Europa die Nummer eins. Der zweite große Sektor ist das Spezialitätengeschäft. Dazu zählen Nahrungsergänzungsstoffe wie Isomalt und Oligofruktose sowie Kühl- und Tiefkühl-Kost wie Pizzen. Den größten Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt Südzucker allerdings seit einigen Jahren im Bereich CropEnergies mit Bioethanol.
Ende Februar endet das Geschäftsjahr 2012/13. Im Interview mit dem Handelsblatt bestätigte Konzern-Chef Wolfgang Heer diese Woche, dass der Umsatz voraussichtlich um sieben Prozent auf 7,5 Milliarden Euro und der Gewinn wie geplant von 751 auf 900 Millionen Euro zulegen werden. Zudem stellte Heer eine höhere Dividende in Aussicht.

Ausblick:
Für 2013/14 wagt Heer noch keinen Ausblick. Analysten sind derzeit noch vorsichtig und rechnen mit einem leichten Rückgang des Gewinns. Grund ist der hohe Zuckeranteil. Konzernchef Heer erklärte allerdings, dass die Abhängigkeit vom Zuckergeschäft mittelfristig gesenkt werden soll. Aber:

Vor dem Hintergrund, dass kürzlich eine Wandelanleihe vorzeitig zurückbezahlt und neue Aktien platziert wurden, verfügen die Mannheimer über ausreichend Kapital für Akquisitionen. Mit der Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man im vergangenen Jahr, ist Südzucker ein wichtiger Schritt in die weitere Expansion außerhalb Europas gelungen. Trotz Dementis erwarten die Marktteilnehmer allerdings noch mehr.

Die Nachteile:
Die starke Abhängigkeit vom Zuckergeschäft birgt auch Risiken. Fällt der Zuckerpreis, gehen Umsatz und Gewinn zurück.
Die Aktie:KGV für 2013 lautet 10,73Dividendenrendite von 2,2 Prozent Analysteneinschätzung: 11 buy, 7 hold, 1 sell (laut Bloomberg)

Die Charttechnik:

Die Aktie von Südzucker bildet seit Mitte 2008 einen Aufwärtstrend. Mitte 2012 stieg die Dynamik des Trends noch einmal merklichan. Im Bereich von EUR 31,26 zeichnete sich zuletzt eine Stagnation ab (linker Chart). In den vergangenen Wochen zeichnete der Titel ein aufsteigendes Dreieck. Inzwischen notiert die Aktie an der oberen Begrenzung.

Ein Ausbruch über das Allzeithoch kann als Kaufsignal gewertet werden. Dies gilt auch für den Aufwärtstrend des Relative Stärke Index (rechter Chart). Gelingt der Ausbruch, kommt das von Analysten im Konsens erwartete Kursziel von EUR 34,26 in greifbare Nähe. Ein Rückgang des Kurses ist allerdings nicht auszuschließen. Um Verluste zu begrenzen, sollten Anleger Stop-Loss setzen und diese schrittweise nachziehen. Seitens der Gleitenden Durchschnitte gibt es derweil aber grünes Licht. GD20; GD50; GD100 und GD200 sind nach oben durchkreuzt. Lediglich die Bollinger Bänder sind etwas angekratzt.

Quellen: Südzucker, Unicredit, börsenblogger


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