Ausblick DAX: Es geht wieder nach oben

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Und auch zur Wochenmitte bleibt die 5.000er Marke fest im Blick – allerdings von oben. Aber der Schein trügt nach wie vor. Es ist zuviel Abwärtspotential vorhanden, als dass ein wirklicher Ausbruch nach oben erfolgen könnte. Also von daher sollte man weiter Vorsicht walten lassen. Wir wir gestern schon schrieben, ist es einfach nur eine Frage der Zeit, wann der DAX das ganze Korrekturpotenzial abruft. Die aktuellen Kurse hängen weiterhin viel zu sehr von kurzfristigen, kleinen Ereignissen ab – da lasten negative Meldungen erfahrungsgemäß doppelt schwer.

So ein negatives Ereignis hatten wir gestern mit der Arcandor-Insolvenz. Das war zwar alles so erwartet worden, dennoch wurde manch Spekulant auf kaltem Fuß erwischt. Wie es weiter geht, muss man sehen. Metro scheint jedenfalls weiterhin der heißeste Favorit für eine (teilweise) Übernahme zu sein. Interessant sind derzeit auch die Berichte um die weiteren Auswirkungen in der deutschen Wirtschaft. Laut Welt ist die Deutsche Post-Tochter DHL direkt von der Insolvenz von Karstadt und Quelle betroffen, da man hier die gesamte Logistik abwickelt. Die FTD/SPON schreibt von einer weiteren Milliarde, die beim Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) anfallen könnten.

Unterdessen kommen auch von der Konjunkturfront keine guten Nachrichten. Die für Mai bereits geschätzte Preisstabilität wurde vom Statistischen Bundesamt heute bestätigt. Daneben wurden die Daten zur Entwicklung der Insolvenzen veröffentlicht. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 10 Prozent auf 7.712. Im März allein um 31 Prozent auf 2.874. Alles in allem sind steigende Insolvenzzahlen in einer Rezession nicht überraschend. Die Größenordnung ist aber dennoch heftig.


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