Vienna Insurance: Gewinn bleibt unter den Erwartungen

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Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald

Der österreichische Versicherer Vienna Insurance (WKN A0ET17) konnte laut vorläufigen Berechnungen 2012 ein Rekordjahr verbuchen. Trotzdem blieb ein Wermutstropfen, da der Gewinn unter den Analystenschätzungen blieb.

Beim Konzerngewinn wird voraussichtlich ein Wert von rund 585 Mio. Euro zu Buche stehen. Dies entspricht einem Plus von etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings hatte die Analystenzunft im Schnitt mit einem Gewinn von 588,5 Mio. Euro gerechnet. Außerdem würde der Gewinn damit im vierten Quartal um 2 Prozent auf 142 Mio. Euro gesunken sein. Die für die Versicherer sehr wichtige Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) lag im vergangenen Jahr trotz der starken Belastung aus Unwetterereignissen bei rund 97 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2012 erreichte der Konzern Prämien von rund 9,9 Mrd. Euro und damit eine Steigerung von 9,5 Prozent. Der Aufwärtstrend bei den Prämien setzte sich in allen Segmenten fort. Besonders gut lief es in der Lebensversicherung mit einem Plus von 17,8 Prozent. Das Unternehmen konnte dabei insbesondere von dem hohen Versicherungsbedarf in Zentral- und Osteuropa profitieren. Laut Vorstandschef Peter Hagen stammen mittlerweile rund 56 Prozent der Prämien aus dieser Zukunftsregion.


Quelle: boerse.de

Nach der Veröffentlichung der Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr zeigte sich die Aktie des Unternehmens am Donnerstagvormittag vor allem aufgrund des etwas enttäuschenden Gewinns rund 1 Prozent im Minus. Sollte sich jedoch das Wachstum in Zentral- und Osteuropa fortsetzen könnte der Aktienkurs neuen Auftrieb erhalten, nachdem das Papier zu Beginn des Jahres 2013 einen kleinen Einbruch von rund 7 Prozent erleiden musste und wieder unter die Marke von 40 Euro gerutscht ist.

Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald


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