Bilfinger setzt nun auch auf Wassertechnik – gelingt nun der Kursausbruch?

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Aus dem MDAX kommen wieder einmal interessante Übernahmemeldungen. Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger (WKN 590900) übernimmt den amerikanischen Wassertechnikspezialisten Johnson Screens für einen nicht genannt Betrag. Das US-Traditionsunternehmen aus Minnesota erbringt mit rund 1.200 Mitarbeitern eine Jahresleistung von circa 160 Mio. Euro und erzielt damit attraktive Margen. Bilfinger kann damit seine Leistung im Wasser- und Abwasserbereich nicht nur auf über 300 Mio. Euro verdoppeln, sondern auch die hohe Profitabilität dieses Bereichs weiter steigern. Für den Kurs könnte dies einen wichtigen Impuls nach oben geben.

Bislang gehörte Johnson Screens zu Weatherford International. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Kartellbehörden. Bilfinger setzt mit der Übernahme seine Wachstumsstrategie in der Wasser- und Abwassertechnik fort. Im Herbst 2011 hatte der Konzern den weltweit aktiven Spezialhersteller von Kammerfilterpressen Diemme mit Sitz im italienischen Lugo erworben.

Für die am 11. Februar vorgelegten vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr hat die aktuelle Übernahme noch keine Auswirkungen. Wie Bilfinger im November erklärte, sollen organisches Wachstum in den Segmenten Industrial und Power sowie die bisher erfolgten Akquisitionen die Entkonsolidierung des Nigeriageschäfts und die Fokussierung des Geschäftsfelds Construction ausgleichen, so dass für das Gesamtjahr 2012 eine Leistung von mindestens 8,4 Mrd. Euro erwartet wird. Beim EBITA rechnet der Konzern durch die erwähnten Veräußerungsgewinne mit einem deutlichen Anstieg auf eine Größenordnung von 450 bis 470 (Vorjahr: 397) Mio. Euro. Das Konzernergebnis 2012 soll erheblich über dem Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten des Geschäftsjahres 2011 liegen, Bilfinger plant einen Wert zwischen 265 und 275 (Vorjahr: 220) Mio. Euro. Auf dem aktuellen Kursniveau käme Bilfinger so auf ein KGV von knapp 12 und eine Dividendenrendite von 2,9 Prozent.


Quelle: boerse.de

Aus charttechnischer Sicht ist der MDAX-Titel seit Sommer 2012 in einem intakten Aufwärtstrend. Die positven Momentum-Signale, sowie die komfortablen Abstände zum GD100 und GD200 unterstreichen dies. Der GD200 verläuft rund 5 Euro unter dem aktuellen Kursniveau bei rund 69 Euro. Mit dem jüngsten Kursanstieg konnten die kurzfristigen GD20 und GD38 wieder nach oben durchkreuzt werden. Aktuell sehr positiv ist der gedrehte MACD. Der Kurs könnte also endlich das bisherige Allzeithoch von vor einem Jahr übertreffen. Und danach? The Sky is the Limit! Die 80 Euro-Marke wäre das nächste Ziel. Die runde 100 Euro-Marke – träumen ist nicht verboten…


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