DAX Charttechnik: Kurse verlassen die Komfortzone

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Überraschende Eckdaten von SAP setzten den deutschen Leitindex am Dienstag mit einem Tagesabschlag von 0,69 Prozent unter Druck. Unglaublich, aber das war tatsächlich der größte Tagesverlust seit dem 16. November. Im DAX-Daytrading hatten wir uns am Volumen-Gap bei 7.655 Punkten mit einem Limit für Dax-Calls auf die Lauer gelegt. Die nachbörsliche Erholung auf 7.690 Zähler brachte dementsprechend einen Gewinn von 38 Prozent. Nun stehen wir im Leitindex vorerst an der Seitenlinie.

Grund: Der Bereich zwischen 7.530/7.550 Punkten und 7.790 Zählern ist prädestiniert für eine größere Seitwärtsbewegung. Trading-Chancen sehen wir vor allem am unteren Ende dieser Spanne. Sofern die Kurse also weiter abbröckeln, sollte der Dax an der Volumen-Kante bei 7.530/7.550 nach oben abfedern und noch einmal den Bereich von 7.700 Punkten ins Visier nehmen. Die erwartete Seitwärtsphase kann sich dabei durchaus über mehre Sitzungen hinziehen – das wäre aus technischer Sicht keine große Überraschung. Chancen auf der Short-Seite sehen wir im Augenblick bei 7.840 und zwischen 7.887 und 7.900 Punkten. Bricht der Dax doch schnell nach oben aus, planen wir auf diesem Niveau gegen den Aufwärtstrend zu spekulieren. 7.887 wäre dabei die erste Wahl.

Auffällig in dieser Woche: Bei den Privatanlegern hat nun ein Stimmungswechsel stattgefunden. Das EUWAX-Sentiment kletterte auf Jahressicht zum ersten Mal seit Ende November in den positiven Bereich. Die Privatanleger wagen sich also aus der Deckung und scheinen sich nun verstärkt auf die Long-Seite locken zu lassen. Grundsätzlich ist das Sentiment antizyklisch zu interpretieren. Eine Übertreibung liegt allerdings noch nicht vor. In Bezug auf den Rücksetzer am Dienstag ist festzuhalten, dass ein starkes Reversal erst jetzt ins Laufen zu kommen scheint. Der Dax wurde bislang oberen Ende des nun fast geschlossenen Gaps wieder ausgebremst. Wir sehen derzeit kein Grund zur Eile und konzentrieren uns auf die lukrativen Levels. Daher vermerken wir nun ein Kauflimit für Dax-Calls mit der WKN DX22R8 bei 7.550 Punkten, was einem Kurs von 7,44 Euro in den Zertifikaten entspricht. Zum Zeitpunkt der Erfüllung lässt sich ein Hebel von ca. 10,1 errechnen. Die Scheine unterliegen einer Laufzeitbegrenzung bis Ende Juni und sind mit einem Knock-Out bei 6.825 Punkten. Den Stop-Loss vermerken wir per Eilmitteilung, sobald das Limit ausgeführt wird.

Sebastian Hoffmann ist Trading-Analyst bei Prime Quants. Dort ist er vor allem für die Intraday-Analysen, die Handelssysteme und die Trading-Services verantwortlich.


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