Point&Figure Gold: Ist wirklich alles so bearish?

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

Meine Herren, da ist sie endlich die Inflation……

Nein, bekommen Sie jetzt keinen Schrecken. Ich meine damit nicht die galoppierende Geldentwertung, sondern die wachsende Zahl der Analysten, die einen Gold-Crash voraussehen.

Gut, wir Point&Figure-Analysten sind ja nun wahrlich nicht dafür verschrien, jedes Rauschen des Marktes zu kommentieren und gar daraus weitreichende Szenarien zu entwickeln. Trotzdem machte mich diese aktuell herrschende Anti-Gold-Stimmung neugierig und weckte den Wunsch, das gelbe Edelmetall aus Point&Figure-Sicht im freitäglich ruhigen Büro  “abzuklopfen”. 

Chartcraft-Einstellung: Unterstützung bei 1640 USD

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(Chart vergrößern durch Anklicken)

Gold: Noch alles in bullisher Butter

Nehmen wir einmal die für Investoren geeignete Chartcraft-Einstellung mit aktuell 20 USD pro Kästchen. Hier leuchtet dem Betrachter ein Verkaufssignal entgegen. Schließlich hat die aktuelle O-Säule die vorhergehende gleichen Typs unterschritten.

Aber erst einmal durchatmen:

Der Kursrücksetzer führte die Notierungen bis in die Zone zwischen 1620 und 1640 USD und damit knapp über die Bullish-Support-Linie, die zwischen 1600 und 1620 verläuft.

Damit ist dieses Verkaufssignal, das übrigens im 2er Reversal ein Kursziel von 1640 USD aufweist, in seiner Bedeutung deutlich relativieren. Also noch ist im großen Bild kein charttechnisches Potenzial zerbrochen.

Rutsch unter 1600 würde das Kursziel von 1520 aktivieren

Sollte Gold allerdings nun auch noch unter 1600 und damit klar unter die Bullish-Support-Linie rutschen, sollten sich Investoren direkt auf das nächste Kursziel des Verkaufssignals einstellen, das bei 1520 USD liegt.

Wohlgemerkt: Wenn das Edelmetall unter 1600 fällt..dann gilt dieses Kursziel.

Mein Fazit:

Bislang hat sich Gold wirklich mustergültig verhalten und nur die Bullish-Support-Linie des Kaufsignals vom August 2012 getestet.

Auch ein Rutsch bis knapp über 1520 wäre noch kein Beinbruch und würde die Möglichkeit eines erfolgreichen Tests der Tiefs vom Dezember 2011 und Mai 2012 nicht ausschließen.

Investoren sollten einen Fall unter 1600 als erstes deutliches Warnsignal sehen und spätestens bei Unterschreiten der 1500 die Reißleine ziehen.

Mit aktuellen Kursen von rund 1670 USD hat Gold wieder ein wenig mehr Abstand zwischen sich und die Bullish-Support-Linie gebracht. Bedenkt man, dass der Jahreshöchstkurs 2012 bei rund 1780 USD lag und damit die aktuellen Notierung ca. 6% tiefer, kann ich hier noch keinerlei dramatische Entwicklung feststellen.

In diesem Sinne mit tiefenentspannten Grüßen

Ihr Jörg Mahnert

www.xundo.info (Alles rund um Point&Figure)

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus


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