Fiskal-Klippe umschifft: Wie geht es nun beim S&P500 weiter?

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Da haben wir doch einen Showdown wie im einem klassischen John Wayne-Western erleben dürfen.

Haushaltsstreit: Wie im Western

Bei diesem Geringe um einen Haushaltskompromiss kam mir in den vergangenen Tagen immer wieder Szenen wie in “Duell am O.K Corral” in den Sinn.

Die Kontrahenten stehen sich Auge in Auge gegenüber. Die Mundwinkel zucken und es passiert……ewig lange nichts.

Dann – in der letztmöglichen – Sekunde ziehen alle gleichzeitig ihre Colts und es kommt zu einer “Einigung”. Ok, jetzt beginnt der Vergleich zu hinken. Außer eventuell gekränkten Egos haben weder Demokraten noch Republikaner weitere Opfer zu beklagen. Konkret:

Die armen Gutverdiener in den USA

Steuererleichterungen für die Mittelschicht sollen verlängert werden, aber Haushalte ab einem Jahreseinkommen von 450 000 Dollar 2013 stärker zur Kasse gebeten werden.

Wie es unter Berufung auf Demokraten weiter hieß, verständigten sich beide Seiten außerdem darauf, im neuen Jahr anrollende automatische Ausgabenkürzungen zum Defizitabbau querbeet durch den US-Haushalt für zwei Monate auszusetzen. Damit soll Zeit für ein “durchdachtes” Sparprogramm gewonnen werden. Die dadurch verlorenen Einsparungen sollen demnach je zur Hälfte durch andere Kürzungen und die Steuererhöhungen für die Reicheren wettgemacht werden.

Irgendwie hört sich dieses Vorgehen doch wirklich vernünftig an. Und wohlgemerkt, wir reden hier trotz Erhöhung von einem Steuersatz von rund 35%.

Verhungern werden also die US-Bürger mit einem Jahreseinkommen von 450.000 US-Dollar mit hoher Sicherheit nicht……..

S&P500 statt Sarkasmus

Aber bevor ich  mich jetzt noch den Minimal-Löhnen in den USA zuwende  und einen Schlenker nach Deutschland mache, gehe ich lieber zum S&P500 über, bevor ich Ihnen eventuell die Neujahrsstimmung verderbe.

S&P500 Chartcraft: Alles nach bullishem Plan

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S&P500: Langfristiges Ziel bei 1840 Punkten

(Chart anklicken zur Vergrößerung)

In der Chartcraft-Einstellung mit aktuell 20 Punkten pro Kästchen und einer Umkehr von 3 Boxen läuft der S&P500 stur nach Plan.

Hier arbeitet er “brav” ein Kursziel nach dem anderen ab. Auch horizontal berechnete Marken, die unter dem signalgebenden Kurs lagen, wurden angesteuert.

Allein das letzte Kaufsignal vom 13.September durch Überschreiten der 1440 wurde bislang regelrecht “abgespult”. Das erste – horizontal  berechnete Kursziel – lag bei 1380 Zähler und damit tiefer.

Diese Marke wurde am 14. November erreicht. Der nachfolgende Anstieg in Form einer X-Säule bestätigte das zweite – vertikal berechnete – Kursziel von 1840(!) Punkten.

Sie lesen richtig: In der Chartcraft-Einstellung weist der S&P500 ein Kursziel von 1840 Zählern und damit ein Potenzial von rund +30% auf.

Das ist ja schon mal überzeugend. Aber:

Rücksetzer bis 1350 durchaus “drin”

Ich denke, wir sind uns alle einig darüber, dass so ein Ziel nicht ohne Rücksetzer erreicht werden kann.

Und ein solches Szenario – erst Rücksetzer und dann ein massiver Anstieg – deutet sich in der Charteinstellung mit 10 Punkten pro Kästchen an.

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Kurzfristig nicht klar bullish

(Chart anklicken zur Vergrößerung)

Hier befindet sich der S&P500 in einem intakten Point&Figure-Verkaufssignal. Dieses wurde am 23. Oktober durch Unterschreiten 1420 Zählern generiert und trieb den US-Index bis zum 15. November schnell auf unter 1350 Punkte. Der nachfolgende Anstieg führte nur bis zur Bearish-Resístance-Line. Damit war der Höhenflug trendbestätigend. Mit aktuellen Kursen um 1425 befindet sich der S&P500 immer noch unterhalb dieses Widerstands.

Damit ist das Verkaufssignal weiter intakt und weist aktuell ein Kursziel von 1350 Zählern auf.

Wichtig: Ein Erreichen dieses Bereichs würde das oben beschriebene bullishe Chartcraft-Bild nicht eintrüben.

Was machen wir denn jetzt aus der aktuellen Situation?

Investoren sollten sich nach dem Chartcraft-Bild richten. Konkret:

US-Werte mit “anständigem” Chance-Risiko-Verhältnis bleiben weiterhin kaufenswert. Ein Rücksetzer im S&P500 bis 1350 würde somit nur eine verbesserte Kaufchance darstellen.

Trader können versuchen, den sich andeutenden Rücksetzer auf der Short-Seite zu verwerten. Allerdings muss der finale Stopp und das Switchen auf Long bei Überschreiten der 1450 liegen. Hier würde auch der Chart mit 10 Punkten pro Kästchen ein Kaufsignal generieren.

Ihr Jörg Mahnert

www.XundO.info (Alles rund um Point&Figure)

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