Voestalpine setzt sich ehrgeizige Ziele – Kurs reagiert euphorisch

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

Gestern war es endlich so weit. Nach einem intensiven internen Entwicklungsprozess, segnete der Aufsichtsrat von voestalpine (WKN 897200) die Konzernstrategie 2020 ab, bei der sich der Stahlkonzern ehrgeizige Ziele setzt und wesentlich unabhängiger vom schwächelnden Stahlgeschäft in Europa werden möchte. Dem Aktienkurs tats gut und hat einen neuen Aufwärtstrend initiiert.

Dabei ist es dem Management besonders wichtig herauszustellen, dass voestalpine in Zukunft alles andere sein wird als ein typischer Stahlkonzern. Vielmehr möchte Wolfgang Eder, CEO von voestalpine die langfristige Struktur des Konzerns Richtung Verarbeitung verschieben. Der Bereich Stahl soll auf ein Viertel des Umsatzes gesenkt werden.

„Im Rahmen der Strategie 2020 werden wir den Konzern nicht neu erfinden, aber sehr konsequent weiterentwickeln“, sagt Eder und nennt dazu Wertsteigerung an erster Stelle und danach erst Wachstum. Dieses werde auf Mobilität und Energie fokussiert. „Wir wollen in diesen beiden Bereichen global in Führung gehen“, verrät der Konzern-Chef. Wachstum wird sich seiner Prognose nach primär außerhalb Europas einstellen. „Wir bauen auch nur mehr dort Fabriken, wo Wachstum stattfindet – wie in China oder Amerika.“ Insgesamt soll der Umsatz bei zumindest gleichbleibender Profitabilität von zuletzt 12,1 auf rund 20 Mrd. Euro erhöht werden. Dazu ist in den nächsten Jahren geplant, den außereuropäischen Umsatzanteil von derzeit 30 auf rund 40 Prozent zu erhöhen. Langfristig soll sich das Verhältnis ausgleichen. Parallel zu den angepeilten 20 Mrd. Euro Umsatz, strebt der Stahlriese eine EBITDA-Marge von 14 Prozent und einer EBIT-Marge von neun Prozent an.

Die Divisionen Special Steel, Metal Engineering und Metal Forming sollen den Plänen nach ihren Umsatz langfristig von je 50 auf 70 Prozent erhöhen, die Steel Division dagegen um etwa 30 Prozent auf gut 5 Mrd. Euro. Den Standort Europa hält Eder für immer weniger konkurrenzfähig – nicht nur wegen der Personalkosten. „Wir müssen beim Rohstoffeinsatz viel drehen, um in Europa überhaupt noch Stahl erzeugen zu können“, sagt Eder. Der Wandel zum Verarbeitungs- und Technologiekonzern sei daher geboten.


Quelle: boerse.de

Mit einem 2013er KGV von 11 und einer Dividendenrendite von 3 Prozent ist die Aktie derzeit fundamental keineswegs teuer. Und auch charttechnisch hat die Aktie wieder einiges zu bieten. Nach dem Überschreiten der wichtigsten GD ist der Weg nach oben offen. Nächstes Ziel entlang des positiven Trends ist wohl das 2011er Hoch bei rund 39 Euro.

Bildquelle: Pressefoto Voestalpine


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