Schaltbau schafft den Sprung über die 30er Marke – und nun?

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Ganz ohne konkrete Nachrichten schaffte es die Schaltbau-Aktie (WKN 717030) – wie vor einem Monat erwartet – in den letzten zwei Wochen über die 30-Euro-Marke. Gestern wurde intraday bei 30,64 Euro ein neues Hoch markiert. Doch mittlerweile notiert die Aktie „nur noch“ knapp über 30 Euro. Ein Grund mal etwas näher hinzu sehen.

Kurz zu den Fakten. An den starken Prognosen für 2013 hat sich bislang nichts geändert. Dabei erwartet der Schaltbau-Konzern für 2013 einen Umsatzanstieg auf rund 374 Mio. Euro, nach voraussichtlich 360 Mio. Euro im Jahr 2012. Ferner erwartet der Schaltbau-Vorstand aufgrund von Vorleistungen im Personalbereich für das Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von 32,8 Mio. Euro. Bei einer sich normalisierenden Steuerquote wird erwartet, dass sich das prognostizierte Konzernergebnis des Jahres 2013 auf 22,1 Mio. Euro und der Gewinn je Aktie auf 3,04 Euro belaufen. Für 2012 werden ein Konzernergebnis von rund 21,0 Mio. Euro und EPS von 2,94 Euro erwartet.
Neben dem Ausblick meldete Schaltbau Anfang des Monats noch eine kleinere Übernahme im Bereich Schieneninfrastruktur. Mit dem Zukauf soll die bestehende Marktposition in den Benelux-Ländern als Spezialist für Signalisierung und Bahnübergangstechnik weiter ausgebaut werden.


Quelle: boerse.de

Aus charttechnischer Sicht könnte man sich einfach auf den guten alten Satz konzentrieren: „The Trend is your Friend“. Und tatsächlich sieht das ganze doch recht positiv aus. Und auch aus Analystensicht wird noch immer Potenzial gesehen. Die DZ-Bank etwa rät am 10.12.2012 weiter zu „Kaufen“ mit Kursziel 34 Euro. Zum gleichen Ergebnis kam am 6.12.2012 die LBBW. Bei einer erwartet konstanten Dividende von 60 Cent je Aktie (vor Split: 1,80 Euro je Aktie) beträgt die Dividendenrendite rund 2 Prozent. Das 2013er KGV beläuft sich indes auf runde 10. Alles in allem nicht mehr wirklich billig, aber das muss ja nichts heißen. Die Aktie scheint immer mehr Freunde zu finden, weshalb auch deutlich höhere Bewertungen als im SDAX üblich möglich sind. Damit wäre v.a. ein deutlich zweistelliges KGV gemeint, was sich zudem mit der starken Wettbewerbsposition und den Investitionenlücken im europäischen Bahnverkehr durchaus argumentativ untermauern lässt. Die genannten Analystenkursziele sind also durchaus realistisch anzusehen. Und auf längere Sicht könnte dann auch irgendwann die 4 vorne stehen.


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