Nikkei 225: Das Bullenpflänzchen wird zur Pflanze

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Am 18. November schrieb ich an dieser Stelle den Artikel: Nikkei 225: Immerhin ein zartes Bullenpflänzchen.

Nun, nach knapp einem Monat sollte man als guter Gärtner kontrollieren, was sich so beim Grün getan hat.

Kämpfte der Nikkei 225 zum Zeitpunkt der Analyse noch mit der Marke von 9.000 Punkten und hatte noch kein Point&Figure-Kaufsignal ausgebildet, aber wenigstens schon einmal die Bearish-Resistance-Line, also den aus dem vorhergehenden Verkaufssignal resultierenden Widerstand überwunden, steht er nun bei rund 9.740 Zählern.

Damit hat er in rund einem Monat eine “saubere” Performance von +8,2% aufs Börsenparkett gelegt.

Höchste Zeit, einen erneuten Blick auf den Point&Figure-Chart zu werfen und die aktuelle Situation zu beurteilen.

XundO15122012

Und dabei gibt es weiter Erfreuliches für die Bullen zu berichten. So liegt der nächste “ernsthafte” Widerstand bei rund 10.200 Punkten und damit im Bereich des Doppeltops vom Juli 2011 und – weitaus wichtiger, weil zeitlich näher – und März 2012.

Wenn wir davon ausgehen – aktuell spricht wenig dagegen – dass der japanische Leitindex mindestens bis hierhin steigt, eröffnet er jetzt noch ein Potenzial von rund +4,7%.

Potenzial alleine ist aber noch nicht einmal die halbe “Investoren-Miete”. Weitaus wichtiger ist die Bestimmung des Risikos. Und hierbei sieht es nicht zu erfreulich aus.

Durch die Ausbildung einer durchgehenden X-Säule von 10 Einheiten lässt sich die nächste Unterstützung aktuell nur bei rund 9.200 herleiten. Hier hatte der Nikkei im August und September ein Doppeltop kreiert.

Nehmen wir diese Marke als Stop,stellt sich das Risiko auf rund 540 Zähler und damit rund 5,6%.

Selbst bei bestem Willen ist das kein Chance-Risiko-Verhältnis, dass zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Mein Fazit:

Aktuell präsentiert sich ein Neu-Einstieg in den Nikkei 225 als wenig attraktiv. Hier kann das Chance-Risiko-Verhältnis wenig punkten.

Wer allerdings dem Kaufsignal vor rund einem Monat gefolgt ist, hat es da ein wenig leichter. Nun ja, so leicht hat er es auch nicht, denn er muss eigenständig entscheiden, wie viel des aufgelaufenen Gewinns er zu riskieren bereit ist.

Denn ohne Kenntnis des verwendeten Derivats, der Positionsgröße und der persönlichen Risikobereitschaft des einzelnen Traders/Investors ist es schlichtweg unmöglich, hier eine klare Aussage zu treffen.

Ihr Jörg Mahnert

www.XundO.info (alles rund um Point&Figure)

Twitter: www.twitter.com/joergmahnert

 


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