Wolford: Expansionskurs belastet Ergebnis im ersten Halbjahr

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Unabhängig davon, ob es sich um Automobilhersteller oder Modekonzerne handelt, für viele europäische Unternehmen bedeutet der chinesische Markt das Gelobte Land in Sachen Wachstum. Doch das österreichische Bekleidungsunternehmen Wolford (WKN 893975) musste nun neben Euro-Krise, die hohen Kosten der China-Expansion als Grund für einen Verlust im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 anführen.

Zwischen Mai und Oktober wurde ein Nettoverlust von 1,1 Mio. Euro verbucht, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 1,0 Mio. Euro erreicht werden konnte. Auch operativ stand für das Vorarlberger Unternehmen mit -0,68 Mio. Euro ein Verlust zu Buche, gegenüber einem Plus von 2,72 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen konnte der Umsatz um 4 Prozent auf 76,6 Mio. Euro gesteigert werden.

Die Verluste auf der Ergebnisseite können im Moment jedoch verkraftet werden, da sich das Unternehmen auf einem Wachstumskurs befindet, bei dem vor allem das internationale Netz aus eigenen Filialen ausgebaut werden soll. Mit den in Eigenregie geführten Geschäften lassen sich in Zukunft dann auch wieder höhere Renditen erzielen. Für das Geschäftsjahr 2012/13 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum und einem positiven operativen Ergebnis, das jedoch unter dem Wert des Vorjahres sein sollte.


Quelle: boerse.de

Charttechnisch befindet sich die Aktie derzeit in einem spannenden Moment. Die wichtigsten GD wurde zuletzt nach oben oder unten durchbrochen, so dass eine Entscheidung über die weitere Richtung unmittelbar bevorsteht. Nach oben dürfte dann das Jahreshoch bei 35 Euro das nächste Ziel sein. Nach unten steht das jüngste Tief bei knapp unter 31,60 im Blick. Auf längere Sicht notiert die Aktie in einer Schwankungsbreite sowieso zwischen 29 und 40 Euro, was wohl auch in nächster Zeit so bleiben dürfte. Es sei denn operativ gelingt der große Durchbruch, was aber nicht absehbar ist. Von daher sollte man eher eine neutral Haltung als Anleger einnehmen.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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