Kapsch TrafficCom: In der zweiten Jahreshälfte soll alles besser werden

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Der Österreichische Anbieter von elektronischen Mautsystemen Kapsch TrafficCom (WKN A0MUZU) enttäuschte im ersten Halbjahr 2012/13 sowohl die eigenen Erwartungen als auch die Prognosen der Analysten. Trotzdem sieht das Unternehmen dem zweiten Halbjahr positiv entgegen, da einige neue Großprojekte im weiteren Jahresverlauf ihre Wirkung auf den Umsatz und das Ergebnis entfalten sollen.

In der Zeit zwischen April und September 2012 erzielten die Österreicher einen Umsatz von 203,4 Mio. Euro. Dies ist ein Minus von 27,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 278,8 Mio. Euro. Die Analystenzunft rechnete zuvor im Schnitt mit einem Umsatz von 214,9 Mio. Euro. Kapsch machte für die schwachen Umsatzzahlen vor allem Verschiebungen bei der Implementierung und Inbetriebnahme großer Projekte in Polen und Südafrika verantwortlich. Beim EBIT stand ein Minus von 6,2 Mio. Euro, gegenüber einem Plus von 40,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011/12. Das Periodenergebnis belief sich auf -7,0 Mio. Euro, nach einem Plus von 22,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Trotz des enttäuschenden Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr, tröstete sich das Kapsch-Management damit, dass das zweite Halbjahr das Anlaufen einiger bedeutender Neuaufträge bereithält. Nach einigen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme eines elektronischen Mautsystems in Südafrika, stimmen Kapsch die jüngsten Entwicklungen in diesem Projekt „optimistisch“. Zudem konnte das Unternehmen neue Aufträge aus den USA und Brasilien an Land ziehen. Außerdem ist das Großprojekt in Weißrussland im September planmäßig angelaufen. Somit erwartet Kapsch, dass sich die aktuelle Auftragslage und die erzielten Erfolge im zweiten Halbjahr 2012/13 auch in der Ertragslage widerspiegeln werden.

Die Anleger konnte Kapsch jedoch mit dem Ausblick noch nicht überzeugen, denn das Papier verlor nach der Bekanntgabe der Zahlen am Donnerstagvormittag in Wien rund 1 Prozent an Wert. Damit setzte die Aktie den Abwärtstrend vorerst fort, bei dem seit Jahresbeginn ein Wertverlust von rund einem Drittel zu Buche steht. Ob ein baldiges Comeback beim Aktienkurs gelingen kann, dürfte davon abhängen, ob der Optimismus beim südafrikanischen Mautsystem von Unternehmensseite tatsächlich berechtigt ist und dieses endlich anlaufen kann. Zudem bleibt es abzuwarten, ob die Neuaufträge reibungsloser implementiert werden können als die bei den jüngsten Verzögerungen bei den Projekten in Polen und Südafrika der Fall war.

Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG


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