Schoeller-Bleckmann: Gewinnsteigerung im Q3 – Aktie charttechnisch spannend

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Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann

Die im ATX der Wiener Börse notierte Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) (WKN 907391) konnte auch im dritten Quartal 2012 an die sehr gute Geschäftsentwicklung der vorangegangenen Quartale anknüpfen. Eine gute Nachricht für die Aktionäre.Man konnte von einer hohen Nachfrage profitieren und eine Gewinnsteigerung erzielen. Die nackten Zahlen gibt es hier.

Interessant war vor allem auch der Ausblick. Schoeller-Bleckmann ist da verhalten optimistisch:

Auch wenn sich die wirtschaftliche Leistung in den Industrieländern in nächster Zeit nur schleppend entwickeln wird, bleibt sie in vielen Emerging Markets und Developing Economies robust. Dadurch steigt die globale Nachfrage nach Öl und Gas kontinuierlich an. Die Internationale Energie Agentur (IEA) geht aktuell davon aus, dass die durchschnittliche weltweite Ölnachfrage 2013 bei 90,4 Millionen Barrel pro Tag (plus 0,9 % bzw. 0,8 Millionen Barrel pro Tag gegenüber 2012) liegen wird.

Dieser Nachfrage steht eine knappe Angebotsseite gegenüber. Nur um die weltweit rückläufigen Förderraten zu kompensieren müssen bis zum Jahr 2035 rund 47 Millionen Barrel pro Tag, das sind mehr als die Hälfte des heute täglich benötigten Ölbedarfs, gefunden und gefördert werden. Aufgrund der positiven Fundamentaldaten, nämlich einer steigenden Öl-Nachfrage bei einem knappen Öl-Angebot, geht SBO aus heutiger Sicht weiterhin von einem anhaltend positiven Marktumfeld aus. In Folge des zu optimistischen Bestellverhaltens der Kunden im ersten Halbjahr 2012 und eines noch unklaren Ausblicks über die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung muss aber mit einem vorübergehend abwartenden Investitionsverhalten der Kunden von SBO gerechnet werden.

Der mittel- bis langfristige Trend, wonach Öl und Gas auch in Zukunft wichtige Energieträger bleiben, ist davon ebenso unberührt wie die Notwendigkeit, den wachsenden Bedarf nach Öl und Gas durch technologisch immer komplexere Bohrungen zu decken. SBO wird als Weltmarktführer bei Hochpräzisionskomponenten auch unter den aktuell wieder etwas volatileren Rahmenbedingungen seine Wachstumsstrategie konsequent weiter verfolgen.

Sind wir ehrlich: Ein Ausblick war das nicht wirklich. Keine Zahlen, keine Daten, nur Geplänkel um das „schwarze Gold“. Dennoch – schauen wir uns die Aktie einmal an:

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Mit einem 2013er-KGv von knapp 14 und einer Dividendenrendite von knapp 2,7 Prozent ist die Aktie bestimmt kein „heißer Tipp“, aber wohl ein solides Investment – vor allem unter Langfrist-Aspekten. Das Thema Rohstoff, Öl und Equipment bleibt spannend und renditestark. Seitens der Indikatoren sieht es bei der Aktie derzeit eher mau aus. GD20, GD50, und auch der GD100 wurde vor wenigen Tagen unterschritten.

Kursrücksetzer unter die Marke von 69 Euro sind mit Vorsicht zu genießen, da dann diverse Unterstützungen brechen könnten und weitere Abschläge bis in die Region um 60 Euro möglich wären. Fängt sich jedoch das Papier und kann die Region 72/74 Euro wieder hinter sich lassen – dann dürfte das Alltime-High bei 82 Euro durchaus wieder im Fokus stehen.

Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann

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