Österreichische Post: Die alten Staatsmonopolisten können es noch

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Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG

Die Österreichische Post (WKN A0JML5) hat mit ihrem Zahlenwerk für die ersten neun Monaten gezeigt, dass es die alten Staatsmonopolisten doch noch nicht verlernt haben. Neben den guten Zahlen feierten die Anleger an der Wiener Börse zudem die Tatsache, dass das Unternehmen die Jahresprognose trotz der allgemeinen Marktturbulenzen bestätigen konnte.

Zwischen Januar und September konnte der Umsatz um 0,8 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro gesteigert werden. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA ging es sogar um 6,9 Prozent auf 187,7 Mio. Euro nach oben. Somit lag die EBITDA-Marge bei 10,9 Prozent. Noch deutlicher fiel der Zuwachs beim EBIT aus, das im Jahresvergleich um 14,7 Prozent auf 125,6 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Damit übertraf die Österreichische Post die vorherigen Analystenprognosen, die sich im Schnitt bei einem Plus von 13 Prozent auf knapp 123 Mio. Euro bewegten. Die EBIT-Marge lag somit bei 7,3 Prozent. Auf Unternehmensseite zeigte man sich ganz besonders darüber erfreut, dass der Paketbereich nach einem negativen Periodenergebnis im Vorjahr nun mit 16,4 Mio. Euro ins Plus drehen konnte. Dabei wurde das dortige Ergebnis vor allem durch das starke Wachstum des Online-Handels beflügelt. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Österreichische Post eine EBITDA-Marge am oberen Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent.

Nach der Bekanntgabe der Zahlen schoss die Aktie der Österreichischen Post am Freitagnachmittag in Wien um rund 4 Prozent in die Höhe. Dies war ein weiterer Anstieg, nachdem das Papier im bisherigen Jahresverlauf bereits um fast 25 Prozent zulegen konnte. Trotzdem ist die Aktie mit einem 2013er-KGV von 12,7 und einer Dividendenrendite von 6,5 Prozent attraktiv bewertet, vor allem wenn man die Wachstumschancen durch den wachsenden Internethandel betrachtet.

Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG


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