Zahlenticker: GSW profitiert vom deutschen Immobilienboom

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Der Spezialchemie-Anbieter SKW Stahl-Metallurgie (WKN SKWM02) konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres den schwierigen Marktbedingungen trotzen. Der Umsatzrückgang von 324,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 315,4 Mio. Euro wurde somit auch mit der schwierigen Konjunktur erklärt. Nach drei Quartalen belief sich das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 19,8 Mio. Euro, nach 23,2 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2011. Dagegen konnte das EBITDA dank eines weiter optimierten Materialeinsatzes sowie aufgrund von Währungseffekten im dritten Quartal von 6,1 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro verbessert werden.

Von dem Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt und von den steigenden Mieten und deutlich mehr Wohnungsverkäufen konnte in den ersten neun Monaten das Berliner Immobilienunternehmen GSW (WKN GSW111) profitieren. Die Nettokaltmiete legte um 4,4 Prozent auf 5,17 Euro je Quadratmeter zu, zudem schrumpfte der Leerstand. Unter dem Strich verdiente GSW 40,7 Mio. Euro, nach 45,8 Mio. im Vorjahreszeitraum. Damals hatten aber stark positive Einmaleffekte den Überschuss nach oben getrieben.

Der Vermieter von Güterwagons VTG (WKN VTG999) musste in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang verbuchen. Insgesamt erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 573,0 Mio. Euro. Dies waren 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) lag mit 128,3 Mio. Euro um 1,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Beim EBIT wurde ein leichter Rückgang auf 52,4 Mio. Euro ausgewiesen, nach 54,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis (ohne Umfinanzierungsaufwendungen) ein Gewinn von 8,4 Mio. Euro verzeichnet, nach 15,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Auch der österreichische Faserhersteller Lenzing (WKN 852927) musste in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang verzeichnen. Der konsolidierte Umsatz verringerte sich auf 1,57 Mrd. Euro, nach 1,59 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA lag mit 281,5 Mio. Euro auf dem zweithöchsten Niveau der Unternehmensgeschichte (Vorjahr: 362,9 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge betrug 18,0 Prozent nach 22,8 Prozent in der Vergleichsperiode 2011. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) war mit 203,4 Mio. Euro (Vorjahr: 289,7 Mio. Euro) rückläufig. Unter dem Strich wurde beim Periodenergebnis ein Rückgang auf 155,1 Mio. Euro verzeichnet, nach 217,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.


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