Facebook macht nicht nur arm sondern auch dick… (?)

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Während die Investoren der ersten Stunde vom Rekordbörsengang des Sozialen Netzwerks Facebook (WKN A1JWVX) profitieren konnten, lieferte die Performance der Aktie seit dem IPO eine wahre Trauerstory ab. Neben der schlechten Performance der Aktie, hat Facebook nach neuesten Erkenntnissen aber auch negative Auswirkungen auf seine Nutzer.

Denn der Gebrauch von Facebook und anderen sozialen Netzwerken hat negative Auswirkungen auf den Schuldenstand der eigenen Kreditkarte und erhöht gleichzeitig den Body-Mass-Index. Davon besonders betroffen sind User, die mithilfe von Social Media mit engen Freunden kommunizieren und gute Beziehungen auch zu ihren anderen „Online-Freunden“ pflegen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Professoren Andrew Stephen und Keith Wilcox von den Universitäten Pittsburgh und Columbia.

Die beiden Forscher haben im Zuge ihrer Arbeit 541 Facebook-Nutzer in den USA auf ihr Verhalten, ihre Finanzen und ihre Gesundheit hin untersucht. Das Resultat: Je mehr Zeit man auf Facebook verbringt, desto tiefer im Minus befindet sich das Kreditkarten-Konto. Einer Umfrage zufolge waren die US-amerikanischen Haushalte im vergangenen September mit durchschnittlich 6.700 US-Dollar in den Miesen auf ihrem Konto. Stephen und Wilcox haben zudem herausgefunden, dass Facebook-Konsum die Selbsteinschätzung der User stärkt. Dies habe wiederum negative Auswirkungen auf die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, heißt es. Daraus resultiert – so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler – eine geringere Selbstkontrolle, die übermäßigen Konsum und Gewichtszunahme begünstigen.

Dass Facebook den Ruf einer „Zeitvernichtungsmaschine“ hat und mittlerweile zu einer bestimmenden Freizeitbeschäftigung unter jungen Menschen geworden ist, ist bekannt, aber dass es arm und dick macht, nicht. Doch welche Auswirkungen das Surfen auf dem Netzwerk nun wirklich hat, ist unter Forschern umstritten. So sagt Alex Jordan, Psychologe von der Universität Stanford, dass Facebook vor allem dazu führt, dass sich seine User deprimiert und wertlos fühlen wenn sie sich mit anderen Freunden online vergleichen.

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Deprimiert und wertlos dürften sich weiterhin die Aktionäre fühlen, die die Aktie zum Emissionskurs von 38 US-Dollar gekauft haben, denn seitdem ist das Papier in der Zwischenzeit sogar auf 17,55 US-Dollar abgestürzt. Lediglich die Ankündigung von Gründer und Chef Mark Zuckerberg, sein Aktienpaket mindestens noch ein weiteres Jahr zu halten, hat den Kurs auf rund 20 US-Dollar ansteigen lassen. Dies ist nur ein leichter Trost, denn immer mehr Investoren machen Kasse und trennen sich von ihren Aktien.

Dabei schauen Anleger ganz besonders auf Tage, wie den heutigen Mittwoch, an dem weitere Haltefristen für Mitarbeiter auslaufen. Sollten sie sich verstärkt von den Papieren trennen, ist ein weiterer Kurssturz zu befürchten. Die Aktie ist derzeit wohl nicht mehr als eine „Halte-Position“.


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