Zahlenticker: LPKF erhöht Prognose, Nordex operativ wieder in Gewinnzone, Aareal Bank auf Kurs

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Die Zahlenwelle – speziell aus der zweiten Reihe – reißt nicht ab. Es sind sogar ein paar Überraschungen dabei. im DAX präsentierte K+S seine Zahlen. Die Bilanz iss durchwachsen. “ Das erwartungsgemäß schwächere Voreinlagerungsgeschäft mit Auftausalz und eine höhere Kostenbelastung im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte führten jedoch dazu, dass das operative Ergebnis der K+S Gruppe im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfiel.“ Dagegen konnte im TecDAX Nordex wieder operative schwarze Zahlen schreiben.

DATA MODUL (DE0005498901) hat gestern im Rahmen des Deutschen Eigenkapitalforums in Frankfurt seine strategischen Ziele bis zum Jahr 2015 präsentiert. Der Konzern strebt in 2015 aus rein organischem Wachstum einen Umsatz von rund 180 Mio. Euro (2011: 140,9 Mio. Euro) an. Dies entspricht für die kommenden Jahre einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 6 %. Die EBIT-Rendite wird 2015 weitgehend stabil bei rund 8 % erwartet (2011: 7,2 %). Die Planung für 2015 sieht ferner eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 25 %sowie einen freien Cashflow von 10 Mio. Euro vor. Die Aktionäre sollen an dieser erfreulichen Entwicklung auch in Form einer steigenden Ausschüttung partizipieren. Die Dividende soll bis 2015 auf über 1,00 Euro pro Aktie ansteigen.

Der Geschäftsverlauf der Semperit Gruppe war in den ersten drei Quartalen 2012 von der globalen Konjunkturschwäche und den anhaltend volatilen Rohstoffpreisen geprägt. Der Konzernumsatz sank in den ersten neun Monaten 2012 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht um 1,7% von 626,2 Mio. EUR auf 615,5 Mio. EUR. Im dritten Quartal gelang es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, erneut einen Umsatz von mehr als 200 Mio. EUR zu erwirtschaften. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging in den ersten neun Monaten 2012 um 5,0% von 86,6 Mio. EUR auf 82,3 Mio. EUR zurück. Beim EBIT (Betriebsergebnis) war ein Rückgang um 11,1% von 64,9 Mio. EUR auf 57,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 9,4% nach 10,4% im Vergleichszeitraumdes Vorjahres.

Trotz der sich verdichtenden Bewölkung am Konjunkturhimmel setzt sich die positive Entwicklung des Spezialmaschinenbauers LPKF Laser & Electronics AG (ISIN 0006450000)fort. Die ungebremste Nachfrage der internationalen Kunden nach Lasersystemen für die Produktion von elektronischen Bauteilen bescherte dem Unternehmen nach Ablauf der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 36 Prozent auf 82,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 9,2 auf 14,8 Mio. Euro zu. Das entspricht einem Plus von 61 Prozent und einer EBIT-Marge von knapp 18 Prozent. Das dritte Quartal war mit einem Umsatz von 32,2 Mio. EUR und einem EBIT von 7,3 Mio. EUR das stärkste der Firmengeschichte. Die EBIT-Marge erreichte 23 Prozent. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte hat dazu geführt, dass der LPKF-Konzern seine ursprüngliche Prognose für 2012 leicht angehoben hat. Erwartet wird ein Konzernumsatz, der zwischen 106 und 109 Mio. Euro beträgt. Zum Vergleich: Der bislang prognostizierte Konzernumsatz auf Jahressicht lag zwischen 100 und 105 Mio. Euro. Die EBIT-Marge sieht LPKF in einer Spanne von 16 bis 17 Prozent, zuvor waren es 15 bis 17 Prozent.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat die Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554) ihren Umsatz um 7 Prozent auf EUR 715,5 Mio. erhöht (2011: EUR 668,2 Mio.). Dabei legte das Geschäft insbesondere in Europa, der für das Unternehmen wichtigsten Region, zu. Hier stieg der Umsatz um 16 Prozent. Mit einem Geschäftsvolumen von EUR 294,4 Mio. war das zurückliegende dritte Quartal das stärkste im laufenden Geschäftsjahr und lag 11 Prozent über dem des Vorjahres. Durch die gestiegene Auslastung erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal um 63 Prozent auf EUR 15,4 Mio. (Q3/2012: EUR 9,4 Mio.). Der Konzernüberschuss betrug im abgelaufenen Quartal EUR 7,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.). Damit glich Nordes den im ersten Halbjahr erwirtschafteten Verlust voll aus und erreichte zum Bilanzstichtag insgesamt einen operativen Gewinn (EBIT) von EUR 2,3 Mio. (30.9.2011: EUR 11,0 Mio.). In der Region Europa erzielte die Gruppe ein deutlich positives Segmentergebnis, während der operative Verlust in Asien stieg und Nordex USA ein fast ausgeglichenes Ergebnis erreichte. Für den Auftragseingang ist Nordex optimistisch, die obere Bandbreite der ursprünglichen Erwartungen zu erreichen, das entspricht einem Neugeschäft in der Größenordnung von bis zu EUR 1,1 Mrd. (Vorjahr: EUR 1,1 Mrd.).

adesso konnte im dritten Quartal 2012 den Umsatz und die operative Marge gegenüber den beiden ersten Quartalen des Jahres deutlich steigern. Der Quartalsumsatz lag erstmalig über der Marke von 30 Mio. EUR. Das operative Ergebnis erreicht mit 2,9 Mio. EUR EBITDA ebenfalls einen neuen Höchststand. Durch Wachstumsinvestitionen und Restrukturierungsaufwand aus dem ersten Halbjahr liegen die Ertragskennzahlen der ersten neun Monate 2012 jedoch weiterhin unterhalb der Vorjahreswerte.

Die Aareal Bank Gruppe ist auch im dritten Quartal 2012 auf Kurs geblieben und hat sich in einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeldweiterhin gut entwickelt. Das Konzernbetriebsergebnis lag bei 42 Mio. EUR und damit zwar unter dem sehr guten Wert des Vorjahreszeitraums(47 Mio. EUR), jedoch auf solidem Niveau. Der Konzerngewinn belief sich im dritten Quartal auf 22 Mio. EUR, nach jeweils 24 Mio. EUR im zweiten Quartal und im Vorjahresquartal. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten durch die europäische Staatsschuldenkrise und das weiterhin unklare regulatorische Umfeld setzte die Aareal Bank auch im dritten Quartal ihre vorsichtige Liquiditäts- und Anlagestrategie fort, was den Zinsüberschuss im Berichtszeitraum weiterhin belastete. Die Risikovorsorge lag dank des qualitativ hochwertigen Immobilienfinanzierungsportfolios im dritten Quartal 2012 bei 30 Mio. EUR (Q3/2011: 36 Mio. EUR) und damit innerhalb der erwarteten Schwankungsbreite. Das Neugeschäftsvolumen im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen stieg im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal leicht auf 1,3 Mrd. EUR.
„Wir sehen weiterhin attraktive Opportunitäten in unseren Märkten. Unsere Deal-Pipeline ist für den Rest des Jahres und darüber hinausgut gefüllt. Wir sind deshalb nach wie vor zuversichtlich, unser kommuniziertes Neugeschäftsziel von 4,5 Mrd. EUR bis 5,5 Mrd. EUR im aktuellen Geschäftsjahr zu erreichen. Nach derzeitigem Stand sehen wir gute Chancen, am oberen Ende dieser Spanne auszulaufen“, so Dr. Wolf Schumacher. Der Zinsüberschuss betrug im abgelaufenen Quartal 114 Mio. EUR nach 123 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Er wurde durch die vorsichtige Liquiditäts- und Anlagestrategie belastet. Die Risikovorsorge belief sich im dritten Quartal 2012 auf 30 Mio.EUR gegenüber 36 Mio. EUR in Q3/2011. Für die ersten neun Monate betrug die Risikovorsorge 67 Mio. EUR. Sie lag damit unterhalb der anteiligen für das Geschäftsjahr prognostizierten Bandbreite von 110 bis 140 Mio. EUR aber innerhalb der erwarteten Schwankungsbreite.

Die Jetter AG, Ludwigsburg, (ISIN: DE0006264005) gibt die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal zum 30. September 2012 bekannt. Im ersten Geschäftshalbjahr zum 30. September 2012 erzielte die Jetter-Gruppe einen Umsatz von 19,8 Mio. Euro, 17% weniger als im Jahr zuvor (23,9 Mio. Euro). Dank besserer Kostenstruktur als im Vorjahr konnte der durch den starken Rückgang entstandene Verlust begrenzt werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug im Halbjahr TEUR -407 (Vorjahr: TEUR +851). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR -0,11 für das Quartal wie auch für das Halbjahr (Vorjahr: EUR 0,40 im Quartal und EUR 0,27 im Halbjahr).Das Geschäftsjahr 2012/13 zeigt einen umgekehrten Verlauf im Vergleich zum Vorjahr. Während im Vorjahr das erste Halbjahr vergleichsweise stark war, erwartet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr eine deutliche Belebung in der zweiten Hälfte. Bereits im Oktober war ein starker Umsatzanstieg zu verzeichnen. Der Vorstand geht deshalb davon aus, dass im Gesamtjahr ein deutlich positives Ergebnis erzielt werden wird. Die ursprünglich genannten Umsatz- und Ertragsziele werden aber voraussichtlich verfehlt werden.


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