Fuchs Petrolub: Die neuen Bestmarken können kommen

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Nachdem der Mannheimer Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub (WKN 579043) bereits am 23. Oktober Eckdaten zu den Geschäftsergebnissen im dritten Quartal veröffentlicht hatte, gab es nun bei der Bekanntgabe der endgültigen Zahlen keine großen Überraschungen. Bei Fuchs heißt dies, dass der Erfolgskurs weiterhin unbeirrt beibehalten wurde.

Zwischen Juli und September wurde ein Konzernumsatz von 469,2 Mio. Euro verbucht, nach 420,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde auf 78,8 Mio. Euro nach oben geschraubt. Im Vorjahr stand ein Wert von 66,1 Mio. Euro zu Buche. Beim Nettogewinn nach Minderheiten ging es von 45,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 54,3 Mio. Euro nach oben. Gleichzeitig konnten damit die vorherigen Analystenschätzungen übertroffen werden. Für die Zuwächse war neben China und den USA auch Deutschland verantwortlich.

Mit dem erfolgreichen Geschäftsverlauf im dritten Quartal im Rücken konnte der MDAX-Konzern nun auch die Prognose für das Gesamtjahr 2012 bestätigen. Nachdem das Unternehmen bereits im Geschäftsjahr 2011 Rekordergebnisse präsentieren konnte, sollen diese im laufenden Jahr bei Umsatz und EBIT sogar noch überboten werden. Beim EBIT rechnen die Mannheimer mit einem Zuwachs um rund zehn Prozent auf 290 Mio. Euro. 2011 lag das operative Ergebnis bei 264,2 Mio. Euro.

Dabei verdankt Fuchs Petrolub seinen Erfolg zu einem großen Teil der Strategie, bei der das Unternehmen die Weltmarktführerschaft in bestimmten Nischensegmenten einnimmt. Der Konzern ist mittlerweile nach eigenen Angaben der weltweit größte unabhängige Anbieter von Schmierstoffen. Trotzdem konnte der Charme eines soliden deutschen Familienunternehmens bewahrt werden, da immer noch mehr als 50 Prozent der Stammaktien von der Familie Fuchs gehalten werden und das Unternehmen entsprechend geführt wird.

Beim Aktienkurs geht es aufgrund des anhaltenden Geschäftserfolgs ebenfalls stetig nach oben. Dabei konnte der Wert des Fuchs Petrolub-Papiers in den vergangenen vier Jahren in etwa um das Siebenfache gesteigert werden. Allein in diesem Jahr steht eine Wertsteigerung von rund 75 Prozent zu Buche. Trotz dieses Erfolgskurses ist die Aktie mit einem 2013er-KGV von 18 nicht zu teuer bewertet, vor allem da das Geschäft in den Schwellenländern noch weiter ausgebaut werden soll und daher einige Wachstumschancen lauern.


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