init: Rekordauftragseingang könnte Vorgeschmack auf weitere Kursgewinne sein

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Das Thema Bahntechnik-Aktien ist bei uns ja ein gern geschriebenes. Nach einem Blick auf die beiden Verkehrstechnikkonzerne Vossloh (WKN 766710) und Schaltbau (WKN 717030) (siehe: Infrastrukturaufbau als Wachstumschance) richtet sich der Blick nun auf die Karlsruher init AG (WKN 575980) – eine klassische Nebenwerteperle. Dank Rekordauftragseingang konnte die Aktie in den vergangenen drei Monaten (seit unserem letzten Beitrag dazu) bereits mehr als 30 Prozent zulegen. Doch die Chancen auf weitere Kursgewinne sind da.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die vergangenen neun Monate. Aufgrund des starken Wachstums im ersten Halbjahr konnte der Umsatz um 17 Prozent auf 644 Mio. Euro gesteigert werden. Im dritten Quartal allein gingen die Umsatzerlöse – bedingtdurch technische Projektverzögerungen in einzelnen Aufträgen – von 23,7 Mio. Euro auf 22,4 Mio. Euro zurück.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf Neunmonatssicht von 11,4 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro zurück. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass 2011 mit der Auflösung der Risikovorsorge für Dubai ein einmaliger positiver Sondereffekt wirksam war. Zudem entstanden durch die weitere Internationalisierung des Vertriebs, die Erschließung neuer Märkte, die zunehmende Zahl von komplexen internationalen Ausschreibungen sowie die Gründung neuer Tochtergesellschaften im Berichtszeitraum zusätzliche Kosten, die sich erst mittelfristig auch in höheren Erträgen manifestieren werden.
Auch das Konzernergebnis lag nach neun Monaten – bedingt durch eine höhere Steuerquote – mit 7,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 8,3 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie beträgt somit 0,74 Euro, nach 0,83 Euro im Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal können jedoch aufgrund der laufenden Großprojekte im Mittleren Osten noch steuerfreie Ergebnisse verbucht werden.

Neben besagtem Steuereffekt lohnt nun der Blick auf die Auftragslage. Durch den Gewinn von zwei Großprojekten hat init im dritten Quartal 2012 einen Rekordauftragseingang von über 90 Mio. Euro verbuchen können. Damit erhöhte sich der Auftragsbestand per Ende September um fast 50 Prozent gegenüber dem
Vorjahr auf rund 185 Mio. Euro. Sofern keine überraschenden Ereignisse eintreten und die aufgetretenen Projektverzögerungen aufgeholt werden können, geht das init-Management davon aus, das angestrebte Wachstumsziel für 2012 mit einem Umsatz von rund 95 Mio. Euro bei einem operativen Ergebnis (EBIT) von gut 19 Mio. Euro erreichen. Das vierte Quartal ist dabei erfahrungsgemäß das umsatzstärkste Quartal für init.

Und wie init erklärt, muss das starke dritte Quartal noch nicht die Spitze des (Auftrags-)Eisbergs gewesen sein. So ist der Markt für Verkehrstelematik gegenwärtig durch eine Vielzahl von neuen internationalen Ausschreibungen für Großprojekte gekennzeichnet. Da der Großteil des Geschäfts von init in solchen, langfristig angelegten Projekten besteht, sieht man dort weiterhin gute Wachstumschancen für das Unternehmen. Impulse werden künftig auch aus dem asiatischen Raum erwartet. Um vor Ort präsent zu sein und rechtzeitig die hierzu notwendigen Kundenkontakte zu knüpfen, hat init in Singapur eine Tochtergesellschaft gegründet, die in Kürze ihre Tätigkeit aufnehmen wird und an anstehenden Ausschreibungen teilnehmen soll.

Alles in allem also gute Nachrichten von init. Das EPS vom vergangenen Jahr in Höhe von 1,51 Euro könnte also durchaus noch einmal erreicht werden. Dann notiert die Aktie mit einem KGV von 16. Sollte zudem die Dividende von 80 Cents weiter beibehalten werden, bietet sich derzeit eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent. Nach dem heutigen Kursanstieg stellt das bisherige Allzeithoch von Anfang Oktober bei 25,70 Euro das nächste Kursziel dar. Danach dürfte sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzen – sofern keine negativen Meldungen diesen Trend unterbrechen, wobei es derzeit ganz und garnicht danach aus.


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