Apple-Zahlen: Satz mit x – Enttäuschung auf ganzer Linie

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Eigentlich hätte man es sich ja denken können: Apple (WKN 865985) hat mit der Präsentation des iPad Mini zuletzt ja nicht gerade für Begeisterungsstürme gesorgt und nun das noch. Enttäuschende Zahlen in allen Ebenen. Doch kurz zu den Fakten.

Der Konzern aus Cupertino konnte den Umsatz im vierten Fiskalquartal 2011/12 um 27 Prozent auf 36,0 Mrd. Dollar steigern. Das Nettoergebnis stieg von 6,62 Mrd. Dollar bzw. 7,05 Dollar je Aktie auf nun 8,22 Mrd. Dollar bzw. 8,67 Dollar je Aktie. Doch damit verfehlte man die Markterwartungen erheblich, denn Analysten hatten im Vorfeld Umsätze von 35,8 Mrd. Dollar und ein Ergebnis von 8,75 Dollar je Aktie erwartet.

Noch schlimmer sieht es beim Blick auf das laufende erste Fiskalquartal 2012/13 aus. Apple erwartet ein EPS von 11,75 Dollar (Vorjahr: 13,87 Dollar) bei Umsatzerlösen von 52 Mrd. Dollar (Vorjahr: 46,33 Mrd. Dollar). Analysten prognostizieren für das erste Fiskalquartal ein EPS von 15,41 Dollar bei Umsätzen von 54,98 Mrd. Dollar.

Bei den Verkaufszahlen lag Apple in der Mehrzahl unter den Erwartungen. Zwar konnte bei iPhones ein Absatzplus um 58 Prozent 26,9 Millionen und bei iPads um 26 Prozent auf 14 Millionen, doch gut ist eben nicht gut genug. Der Verkauf von Macs stagnierte bei rund 4,9 Millionen (+1 Prozent) und von iPods verkauften sich 19 Prozent weniger (5,3 Millionen Stück).

Im nachbörslichen Handel verliert die Apple-Aktie rund 1,5 Prozent und fällt damit unter die 600-Dollar-Marke. Doch der große Kurssturz, der eigentlich zu erwarten gewesen wäre, blieb erstmal aus. Dazu bedarf es wohl genauerer Analysen der Zahlen. Und man darf die Hoffnung vieler Anleger auf das Weihnachtsgeschäft und das iPad Mini und das iPhone 5 nicht vergessen.


3 KOMMENTARE

  1. Apple zieht über Weihnachten garantiert wieder an. Schön, dass der Hype um diese Firma endlich abebbt. Hoffentlich fällt das nicht auf den Nachfolger von Steve Jobs zurück. Was ungerecht wäre. Denn Herr Jobs baute dieses elitäre Markengetue-Image auf. Das war sein Marketingansatz: besser als andere. Eine alte Marketingstrategie, die sich schon oft gerächt hat. Denn die breite Masse, will das arrogante Getue nicht. Und Apple ist auf die Mittelschicht angewiesen, denn sie ist die einzige Kaufkraft, die nachhaltiges Geschäft ermöglicht. Abgehobenheit hingegen schadet – auch Apple.

  2. Apple wird sich meiner Meinung nach bald entscheiden müssen, ob sie ihr bereits erreichte Fan-Schar lediglich mit immer neuen Produkten bei Laune halten wollen („ein Apple-Fan kauft auch einen Mülleimer, wenn er von Apple ist“) oder sie setzen doch eher auf die breitere Masse. Nur ist die Konkurrenz dort noch härter und ob man sich mit Samsung nun auch außerhalb der Gerichtssääle „duellieren“ will, lasse ich mal offen…
    Kurzfristig dürfte ein gutes Weihnachtsgeschäft den Kurs stabilisieren. Aber ob da noch mehr Luft drin ist? Ich denke eher nicht… Altaktionäre eher halten… der Rest auf neue Chancen warten!

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