Schwerstarbeit für Sparefroh

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Auf eine lange Tradition blickt der Weltspartag zurück. In den 1950er-Jahren wurde in Österreich sogar die Werbefigur Sparefroh eingeführt, um Kinder an das Thema Sparen heranzuführen.

Heuer wollen 1,2 Mio. Menschen ihrer Bank am und um den 31. Oktober herum auf alle Fälle einen Besuch abstatten, rund 400.000 Kunden nehmen es sich zumindest vor. Immer noch für knapp 15 Prozent der Leute ist der Tag eine gute Gelegenheit, ihr Erspartes auf die Bank zu bringen – angesichts der Niedrigstzinsen verwundert das doch sehr. Schließlich bringt das gute alte Sparbüchel kaum noch Ertrag.

Auch die Tagesgeldzinssätze, die derzeit bestenfalls um die zwei Prozent liegen, reichen nach Abzug der Inflation, die in Österreich zuletzt bei 2,7 Prozent lag, nicht mehr aus, um das Kapital zu erhalten. Ein bisschen besser sieht es an der Festgeldfront aus. Doch um hier der aktuellen Inflation zu entkommen, muss man sein Kapital mindestens drei oder vier Jahre binden. Allerdings darf dann wiederum keinesfalls die Inflationsrate steigen. Angesichts dessen dürfte Sparefroh in den kommenden Tagen wohl des Öfteren auf zwidere Kunden treffen.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.


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