zooplus: Wachstum ist nicht alles

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In einer Zeit in der die Unternehmen reihenweise ihre Prognosen aufgrund der allgemeinen Marktturbulenzen senken, ist es doch beruhigend zu hören, wenn eine Firma ihre Umsatzziele für das Gesamtjahr locker erreichen will. Eine solch forsche Prognose gab nun der führende Internet-Händler für Heimtierprodukte in Europa, zooplus (WKN 511170) bei der Bekanntgabe der vorläufigen Umsatzzahlen der ersten neun Monate ab.

Die Anleger freuten sich über diese Nachricht dermaßen, dass sie das im SDAX gelistete Papier zwischenzeitlich um fast 7 Prozent nach oben schickten. Dabei profitiert zooplus weiterhin von dem Trend, immer mehr Käufe im Internet zu erledigen. Zudem gehen die Haustierbesitzer immer mehr dazu über, neben einfachem Tierfutter, ihre Lieblinge mit ausgefallenen Accessoires auszustatten und sie zu vermenschlichen.

Somit konnte zooplus in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres die Gesamtleistung um 28,3 Prozent auf 237,4 Mio. Euro steigern (Vorjahr: 185,1 Mio. Euro). Aufgrund dieser positiven Entwicklung blieb Florian Seubert, Finanzvorstand von zooplus AG auch für den Rest des Jahres optimistisch: „Mit der Entwicklung der Gesamtleistung im dritten Quartal sowie im Jahresverlauf insgesamt bleiben wir wie bisher voll auf Wachstumskurs. Im Hinblick darauf, dass das vierte Quartal traditionell umsatzsseitig das stärkste Jahresquartal ist, rechne ich aus heutiger Sicht mit einem komfortablen Erreichen der prognostizierten Gesamtleistung von 320 Mio. Euro im Gesamtjahr 2012“.

Die endgültigen Ergebnisse für die ersten neun Monate und Aussagen über die Gewinne will zooplus am 12. November veröffentlichen. Dabei dürften die Anleger vor allem darauf schauen, ob sich das Unternehmenswachstum auch auf der Ertragsseite niederschlagen wird. Zuletzt hatten die Gewinne teilweise unter dem Wachstumskurs des Unternehmens zu leiden gehabt. Die Entwicklung auf der Ertragsseite könnte entscheidend dafür werden, in wie fern der Aktienkurs seine schwache Performance in diesem Jahr überwinden kann. Immerhin steht seit Jahresbeginn ein Kursrückgang von rund 20 Prozent zu Buche. Gleichzeitig ist die Aktie derzeit mit einem 2013er-KGV von etwas über 50 alles andere als günstig bewertet.


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