Commerzbank & Deutsche Bank nach Goldman Sachs-Zahlen an DAX-Spitze

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Derzeit können sich die beiden größten deutschen Banken, Commerzbank (WKN 803200) und die Deutsche Bank (WKN 803200) über einige positive Nachrichten freuen. Die sehr guten Quartalsergebnisse der großen US-Finanzinstitute und die Spekulationen über einen in Kürze bevorstehenden Hilfsantrag der spanischen Regierung sorgen dafür, dass sich die deutsche Nummer eins und zwei am Dienstag an die DAX-Spitze setzen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs (WKN 920332) hat aufgrund der verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten im dritten Quartal einen deutlich Gewinnzuwachs verbuchen können. Nachdem im Vorjahresquartal mit minus 85 Cents je Aktie der überhaupt erst zweite Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte ausgewiesen wurde, konnte man nun einen Nettogewinn von 1,51 Mrd. US-Dollar oder 2,85 US-Dollar je Aktie ausweisen. Dies war deutlich mehr als die von Analystenseite im Schnitt erwarteten 2,19 US-Dollar. Der Umsatz wurde in der gleichen Zeit von 7,3 Mrd. US-Dollar auf 8,35 Mrd. US-Dollar gesteigert.

Bereits in der vergangenen Woche konnten Wells Fargo (WKN 857949) und JPMorgan Chase (WKN 850628) kräftige Gewinnzuwächse vermelden. Beide Unternehmen profitierten zum großen Teil davon, dass sich der US-Immobilienmarkt nach den vergangenen Krisenjahren wieder erholt. JPMorgan steigerte den Quartalsumsatz von 4,26 Mrd. US-Dollar bzw. 1,02 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr auf nun  5,71 Mrd. US-Dollar bzw. 1,40 US-Dollar pro Anteilsschein. Beim Umsatz ging es um 6 Prozent auf 25,15 Mrd. US-Dollar nach oben. Wells Fargo konnte mit 4,94 Mrd. US-Dollar sogar den höchsten Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte einfahren. Dies war eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 8 Prozent auf 21,21 Mrd. US-Dollar.

Dagegen musste die Citigroup (WKN A1H92V) aufgrund einiger Sondereffekte einen Gewinnrückgang ausweisen. Da eine Tochterfirma weniger wert ist als zunächst gedacht fiel ein großer Buchverlust an. Somit wurde lediglich ein Gewinn von 468 Mio. US-Dollar bzw. 15 Cents je Aktie erwirtschaftet, nachdem im Vorjahr noch ein Wert von 3,77 Mrd. US-Dollar oder 1,23 US-Dollar je Aktie zu Buche stand. Trotzdem konnte der zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Bankchef Vikram Pandit verkünden, dass das Kerngeschäft im dritten Quartal an Schwung gewonnen habe. Am Dienstag gab die Citigroup aber überraschend bekannt, dass sowohl Pandit als auch die Nummer zwei im Unternehmen, John P. Havens zurücktreten. Nachfolger soll der Europachef Michael Corbat werden. Jedoch gab es keine Angaben zu den Gründen des Rücktritts.


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