IBM & Intel: Unterschied wie Tag und Nacht

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In etwa 80 Prozent der PCs weltweit stecken Prozessoren des führenden Chip-Herstellers Intel (WKN 855681). Doch diese Zahl wird in der jüngsten Zeit dadurch eingetrübt, dass die Menschen immer häufiger Tablet-PCs oder Smartphones statt der traditionellen Computer kaufen. Schlecht für Intel ist nur, dass in diesen Geräten in der Regel keine Intel-Chips eingebaut sind. Diese Schwächen sorgten zuletzt auch für einen Kurssturz bei der Intel-Aktie. Diese verlor allein seit Anfang August fast 20 Prozent an Wert.

Aus diesem Grund blicken die Anleger mit Spannung auf die heute nach US-Börsenschluss veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal. Im zweiten Quartal konnte der Konzern trotz eines Gewinnrückgangs noch die Analystenerwartungen übertreffen. Jedoch sorgte eine gesenkte Umsatzprognose für schlechte Stimmung. Auch für das dritte Quartal sehen die Vorzeichen nicht gerade rosig aus. Beispielsweise haben die Marktforscher von IDC und Gartner bekannt gegeben, dass die PC-Verkäufe im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 8 Prozent gesunken sind.

Zudem enttäuschte der größte Intel-Konkurrent AMD (WKN 863186) die Marktteilnehmer mit einer deutlich gesenkten Umsatzprognose für das dritte Quartal. Demnach erwartet AMD gegenüber dem zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von rund 10 Prozent. Zuvor hatte man erklärt, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal voraussichtlich um 1 Prozent (plus oder minus 3 Prozent) sinken werden. Die Bruttomarge soll nur noch bei rund 31 Prozent (zuvor: 44 Prozent) erwartet. Aber auch Intel selbst musste eine Senkung der Umsatzprognose ausweisen. Intel erwartet im dritten Quartal einen Umsatz von 13,2 Mrd. US-Dollar (plus oder minus 300 Mio. US-Dollar), nachdem man zuvor einen Umsatz von 13,8 bis 14,8 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Für Intel erwarten die Analysten im dritten Quartal ein EPS von 50 Cents, nach 65 Cents im Vorjahr. Der Umsatz soll um 7,1 Prozent auf 13,23 Mrd. US-Dollar zurückgehen.

Wesentlich erfreulicher ist dagegen der Blick auf die kommenden Quartalsergebnisse von Big Blue, IBM (WKN 851399). Auf Analystenseite wird im Schnitt ein Gewinn je Aktie von 3,61 US-Dollar erwartet, nach 3,28 US-Dollar im Vorjahr. Dabei profitiert das Unternehmen davon, dass man sich frühzeitig auf Zukunftstrends im IT-Bereich konzentriert hat. Dazu zählen beispielsweise das „Cloud Computing“ oder „Big Data“, bei dem immer größerer Datenmengen von Unternehmen zur besseren Marktbeobachtung analysiert werden und. Allerdings gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass der Umsatz um 3,0 Prozent auf 25,36 Mrd. US-Dollar absinkt. Spannung ist jedenfalls garantiert…


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