Douglas bekommt das nötige Kapital zur Thalia-Umstrukturierung

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Was lange Zeit an der Börse gemunkelt wurde, ist nun offiziell. Denn nun hat der Finanzinvestor Advent ein Übernahmeangebot für den traditionsreichen Handelskonzern Douglas (WKN 609900) vorgelegt. Damit könnte die Douglas-Gründerfamilie Kreke endlich ihr Vorhaben durchsetzen und Douglas von der Börse nehmen. Daraufhin schoss das im MDAX gelistete Papier am Montag um mehr als 7 Prozent in die Höhe.

Advent bietet den Aktionären 38 Euro je Douglas-Anteilsschein. Zu diesem Kurs wir der Konzern mit 1,5 Mrd. Euro bewertet. Damit der Deal über die Bühne gehen kann, müssen noch die Wettbewerbshüter zustimmen. Zudem braucht es eine Mindestannahmequote von 75 Prozent. Das nun vorgelegte Angebot ist für die Aktienmärkte wenig überraschend, da es nun seit geraumer Zeit Übernahmespekulationen rund um Douglas gab. Diese hatten zu einem Anstieg des Aktienkurses seit Anfang Juli von rund 20 Prozent geführt. Die Kreke-Familie hält gegenwärtig rund 13 Prozent an Douglas und will diesen Anteil im Zuge der Übernahme leicht erhöhen.

Bereits zu Jahresbeginn wurde bekannt, dass Douglas-Chef Henning Kreke plante, das Unternehmen mit Hilfe von Finanzinvestoren von der Börse zu nehmen. Dabei geht es vor allem darum, die Buchhandelskette Thalia in Eigenregie zu sanieren. Diese hat nun seit geraumer Zeit mit einer verstärkten Internetkonkurrenz zu kämpfen. Um sich auf die erschwerten Bedingungen einzustellen, soll es beispielsweise kleinere Filialen geben und die Buchhandlungen besser mit dem Online-Handel abgestimmt werden.

Dass das Geschäft bei Thalia weiterhin unbefriedigend läuft und Veränderungen notwendig sind, zeigte sich anhand der vorläufigen Eckdaten, die das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2011/12 (1.Oktober 2011 – 30.September 2012) herausgegeben hat. Demnach wurde bei Thalia im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzrückgang von 2,1 Prozent auf 915 Mio. Euro verbucht. Die Inlandsumsätze der Thalia-Gruppe gingen gegenüber dem Vorjahr sogar um 3,0 Prozent auf rund 683 Mio. Euro zurück.


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