Im Fokus DAX: Warten auf das Ende der (spanischen) Hängepartie…

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Im dritten Quartal konnte der DAX® aus Sicht vieler Marktexperten eine beeindruckende Performance hinlegen. Doch trotz der Geldspritzen der Notenbanken wird dieser Aufschwung durch ungelöste Probleme wie die Euro-Krise, die spanische Hängepartie in Sachen Hilfsantrag oder die schwächelnde Konjunktur gefährdet.

Die Ankündigungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve, weitere Anleihenkaufprogramme durchzuführen und die Leitzinsen auf den aktuellen Rekordtiefständen zu belassen haben sich die Finanzmärkte zwischenzeitlich beruhigt. Darüber hinaus wurde durch diese Politik des billigen Geldes auf einigen Aktienmärkten eine wahre Kursrallye ausgelöst. Beispielsweise konnte der DAX® im dritten Quartal um 12,5 Prozent an Wert zulegen. Doch in den vergangenen Tagen scheint diese Kursrallye erst einmal zum Erliegen gekommen zu sein:

Auf der einen Seite hat EZB-Chef Mario Draghi die Finanzmärkte mit dem Vorhaben beruhigt, Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder in unbegrenztem Umfang kaufen zu wollen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Märkte verhalten werden, wenn diese Ankündigung einem Praxistest unterzogen wird und zum Beispiel die Zinsen für spanische Staatsanleihen auf ein unerträgliches Maß ansteigen. Nach der jüngsten EZB-Sitzung am 4. Oktober bekräftigte Draghi einmal mehr, dass er und seine Zentralbank Willens und in der Lage seien, bei Bedarf unbegrenzt Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder zu kaufen. Allerdings spielte er den Ball auch wieder zurück zu den europäischen Regierungen – die EZB würde nur dann an den Bondmärkten intervenieren, wenn die betreffenden Staaten Hilfsaktionen beantragen und damit den Konditionen zustimmen.

In diesem speziellen Fall geht es wohl weiterhin um einen möglichen Hilfsantrag der spanischen Regierung, der nun seit einiger Zeit diskutiert wird. Das krisengeplante Land steckt in einer Rezession fest, hat mit einer Bankenkrise zu kämpfen, die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile auf ein Rekordniveau angestiegen und Spanien verliert augenscheinlich immer mehr das Vertrauen der Finanzmärkte. Mit dem Verlust sind wiederum höhere Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen verbunden, was einen Gang unter den europäischen Rettungsschirm wahrscheinlicher macht. Allerdings ist die spanische Regierung bestrebt einen solchen Hilfsantrag nach Möglichkeit zu verhindern oder zumindest die Bedingungen an solche Hilfsmaßnahmen so weit wie möglich abzumildern. Sollte die spanische Hängepartie weitergehen und die spanische Regierung mit einem Hilfsantrag zu lange warten, könnte damit einmal mehr große Unsicherheit an den Aktienmärkten ausbrechen und die Kursgewinne des DAX® aus dem dritten Quartal gefährden.

Neben den Unsicherheiten aus der spanischen Hängepartie bleibt die abnehmende Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft ein weiterer Belastungsfaktor, der ebenfalls weitere Kursanstiege verhindern könnte. Zwar fielen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September überraschend positiv aus. Jedoch dürfe damit noch lange nicht eine nachhaltige Trendwende eingeleitet worden sein. Wie US-Arbeitsministerium am 5. Oktober berichtete, stieg die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Vergleich zum Vormonat um 114.000, nach revidiert 142,000 neuen Stellen im August. Erwartet wurden dagegen lediglich 110.000 neue Stellen. Noch besser sah es in Sachen Arbeitslosenquote aus. Diese fiel von 8,1 auf 7,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Januar 2009. Dabei wurde zuvor sogar ein Anstieg auf 8,2 erwartet. Das sind sicherlich positive Signale – mehr aber auch nicht.

Spekulative Anleger, die auf einen Kursanstieg beim DAX® setzen möchten, könnten dies mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB8BY0) tun. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,81, die Knock-Out-Schwelle bei 4.790 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher an fallende DAX®-Kurse glaubt, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE5LU4, aktueller Hebel 2,73; Knock-Out-Schwelle bei 9.780 Indexpunkten) auf dieses Szenario setzen.

Stand: 08.10.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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