Aktien vorerst attraktiver als Gold!

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Wöchentlich befragt Sentix mehr als 3500 private und institutionelle Investoren aus über 20 Ländern nach ihren kurz- und mittelfristigen Kapitalmarkt-Erwartungen sowie ihrem Anlageverhalten. Dank dieser Umfragen ist Sentix mittlerweile der weltweit führende Sentimentdatenanbieter. Geschäftsführer Patrick Hussy hält am 16. Oktober bei der VTAD in Hamburg einen Vortrag über die weiteren Börsenaussichten aus dem Blickwinkel der Behavioral Finance.

Haase: Was überwiegt am Aktienmarkt derzeit aus Sicht ihrer Sentiment-Daten: Risiken oder Chancen?

Hussy: Der messbare, hohe kurzfristige Optimismus spricht für die kommenden ein bis zwei Wochen noch für die Fortsetzung der bereits laufenden Korrektur. Sobald die heiße Luft raus ist, kann es aber weiter aufwärts gehen. Grundsätzlich sollte sich das vierte Quartal 2012 für Aktien recht erfreulich entwickeln.

Haase: Aus welchen Daten speist sich Ihr Optimismus?

Hussy: Für uns bei sentix gilt eine einfach Regel: Ohne Vertrauen läuft an der Börse nichts. Nur Vertrauen zieht Käufe nach sich. Das Anlegervertrauen lässt sich aus den mittelfristigen Erwartungen ablesen, denen daher eine strategische Bedeutung zukommt. Seit EZB-Chef Mario Draghi im August verkündete, finanzschwache Euro-Staaten zu stützen, hat sich unser diesbezüglicher, strategischer Indikator Woche für Woche kontinuierlich verbessert. Die grundsätzliche Kaufbereitschaft für Aktien kommt also zurück. Sobald die laufende Korrektur abgearbeitet ist, sollte sich der Aufwärtstrend daher wieder durchsetzen.

Haase: Gold befindet sich ebenfalls in einer Korrektur. Ähneln die Sentiment-Daten hier denen vom Aktienmarkt?

Hussy: Für Gold haben wir bereits einen Prozess erlebt, der unheimlich parallel gelaufen ist. Wir haben über die Monate Juli, August genau das sehen können, was sich jetzt auch am Aktienmarkt abspielt. Die mittelfristige Vertrauensfunktion stieg deutlich an, während die Positionierung der Anleger dies nicht sofort nachvollzog.

Haase: Die Anleger waren also optimistisch, haben aber kaum zugegriffen?

Hussy: Genau. Die mittelfristige Überzeugung war, das Goldinvestments lohnenswert wären, allerdings mangelte es an der Umsetzung dieser Erwartung in Form von Käufen. Dieses Kaufen setzte erst in den vergangenen Wochen ein. Anders als am Aktienmarkt haben wir bei Gold damit schon einen Teil der Wegstrecke hinter uns. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint mir derzeit eher ausgewogen.

Haase: Sie halten Aktien – zumindest bis Jahresende – für attraktiver als Gold?

Hussy: Das würde ich Moment so sagen. Grundsätzlich gehört Gold in diesen Zeiten natürlich als Stabilisator mit ins Portfolio. Wer im Goldmarkt jedoch kurzfristig handelt, sollte die Konsolidierung abwarten. Anschließend ist weiteres Potenzial für Kursgewinne vorhanden, denn die strategischen, mittelfristigen Erwartungen für Gold erreichten in unseren Umfragen vor wenigen Wochen ein Allzeit-Hoch.

Haase: Wie können Anleger von ihrer Expertise profitieren?

Hussy: Der einfachste Weg ist sicherlich die Teilnahme an unseren wöchentlichen Umfragen auf www.sentix.de, weil jeder Umfrageteilnehmer die im Sentix-Weekly zusammengefassten Ergebnisse und unsere dazugehörigen Interpretationen kostenlos erhält. Das ist zwischen Investoren und Sentix ein Geben und Nehmen zum beiderseitigen Gewinn. Die Umfrage startet jeweils am Donnerstag und läuft bis Samstag 17:00 Uhr. Die Ergebnisse im Sentix-Weekly stellen wir bereits am Sonntag Abend zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit besteht beispielsweise in einem kostenpflichtigen Datenabonnement, mit dem Trader ihre Systeme füttern können, um dann gewisse Ein- und Ausstiegssignale aufgrund unserer Sentimentanalysen zu erhalten. Seit Oktober 2010 hat jeder Anleger zudem die Möglichkeit, in den eigens dafür aufgelegten sentix Fonds 1 zu investieren. Der Behavioral Finance Fonds hat sich in der Krise ausgesprochen stabil präsentiert und strebt einen stetigen, risikokontrollierten Wertzuwachs von 5% über dem Geldmarkt an. Das attraktive Profil ist nahezu für jeden Anleger als Basisinvestment geeignet.

Haase: Vielen Dank für das Gespräch.

Ein Gastkommentar von Daniel Haase</em></p>

PS: Seit relativ kurzer Zeit befragt sentix Investoren auch über ihre Erwartungen bezüglich des Fortbestands der Euro-Zone und veröffentlicht die Ergebnisse im Sentix-Euro-Break-up-Indikator. Wer mehr über die aktuelle Stimmungslage an den Märkten direkt von Deutschlands führendem Behavioral Finance – Experten erfahren möchte, kann sich für den Vortrag von Patrick Hussy in Hamburg noch bis zum 15. Oktober 2012 unter www.vtad.de/Hamburg oder direkt formlos per eMail rm.hamburg@vtad.de anmelden.


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