Gerresheimer wartet mit Enttäuschung auf

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Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer (WKN A0LD6E) konnte im dritten Geschäftsquartal erneut wachsen, doch mit den Umsatz- und Gewinnzahlen wurden die vorherigen Analystenerwartungen enttäuscht, weshalb die im MDAX gelistete Aktie des Unternehmens als Reaktion auf die Zahlen um etwa 2 Prozent an Wert verlor. Positiv zu vermelden ist es dagegen, dass das Management die Prognose für das Gesamtjahr trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes bestätigte.

Im dritten Quartal konnte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 311,4 Mio. Euro gesteigert werden. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Wachstum von 6,3 Prozent. Beim operativen Ergebnis (Adjusted EBITDA) ging es in der gleichen Zeit um 6,5 Prozent auf 60,8 Mio. Euro nach oben. Die operative Marge betrug im dritten Quartal 19,5 Prozent (Vorjahr 20,0 Prozent). Besonders enttäuscht zeigte man sich auf Analystenseite von dem Rückgang bei Konzernergebnis. Dieses lag aufgrund von Einmaleffekten mit 14,4 Mio. Euro um 4,8 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals.

Die Prognose für das am 30. November 2012 endende Geschäftsjahr wurde allerdings bestätigt. Demnach geht Gerresheimer unverändert von einem Umsatzwachstum von 9 bis 10 Prozent zu konstanten Wechselkursen aus. Für die operative Ergebnis-Marge beträgt die Prognose unverändert rund 19,5 Prozent. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2012 soll bei rund 120 Mio. Euro liegen. Aufgrund der weiter guten Nachfrage aus der Pharmaindustrie und Kosmetikbranche soll das Erreichen dieser Ziele weiter im Bereich des Möglichen sein.

Quelle: comdirect

Neben dem Management blicken auch zahlreiche Analysten weitgehend positiv in die Zukunft von Gerresheimer. Zuletzt erhöhte bspw. die Credit Suisse ihr Kursziel von 39,00 auf 46,00 Euro („outperform“). JP Morgan erneuerte vor wenigen Tagen das Votum „overweight“. Nach dem aktuellen Kursrückgng dürfte die Aktie mit einem 2013er-KGV von 13,7 und einer Dividendenrendite von 2,0 Prozent letztlich weiterhin relativ attraktiv bewertet sein.


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