Die WestLB geht mit ihren Auslagerungsplänen voran – wann kommen die anderen?

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Die Bankenrettung geht weiter – nun will laut FTD die WestLB Vermögenswerte von bis zu 100 Mrd. Euro auslagern. Zudem wird über eine neu zu gründende Abwicklungsgesellschaft beraten.

Ich finde das ist ganz schön starker Tobak für einen Freitagmorgen. Wohlgemerkt bei den kolportierten 100 Mrd. Euro handelt es sich nur um EINE Landesbank. Von einer vereinigten Deutschen Postbank oder einer unierten Dresdner-Commerz-Bank ist hier noch gar nicht die Rede. Wobei man ja sagen muss, dass die Rechnerei mit steigenden Zahlen wieder einfacher wird. Eine Billion hier und eine Billion da und schon ist das Problem gelöst. Nur woher nehmen?

Sollte der ganze Müll nicht doch eher in einer gemeinsamen Bad Bank geparkt werden, anstatt jeweils in einer eigenen Abwicklungsgesellschaft? Wobei, apropos Giftpapiere, ich rätsle immer noch über deren tatsächlichen Kern. Stehen da jetzt eigentlich noch irgendwelche tatsächlichen Werte dahinter, wenn vielleicht auch nur in kleinen Stücken, oder sind das nur noch völlig aus der Luft gegriffene gegenseitige Schuldversprechen. Dann könnte man die ja auch einfach miteinander verrechnen. Über eine staatliche Clearingstelle wird der ganze Müll einfach aufgerechnet und zum Schluß bleibt ein gesunder Rest über? Wäre doch besser, als die Salamitaktik von immer neuen Auslagerungen, Staatshilfen a la SoFFin und sonstigen Geldverbrenn-Maßnahmen.


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